ServiceNow hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 35 Prozent an Wert verloren – und genau das befeuert eine Debatte an der Wall Street: Ist der Kursrückgang eine Kaufgelegenheit, oder spiegelt er berechtigte Zweifel an der Zukunft klassischer SaaS-Modelle wider?
Jefferies sieht übertriebene Bestrafung
Jefferies zählt ServiceNow zu einer Gruppe von Software-Aktien – neben Meta Platforms, Spotify und Snowflake –, die aus Sicht der Bank unverhältnismäßig stark unter Konkurrenzängsten durch KI gelitten haben. Ein MarketWatch-Bericht vom Vortag griff diese These auf und bezeichnete Software-Titel als „Schnäppchen“. Das Handelsvolumen am 23. März von 18,86 Millionen Aktien lag spürbar über dem Tagesdurchschnitt von 15,6 Millionen – ein Zeichen, dass das Thema Aufmerksamkeit erzeugt.
BNP Paribas Exane-Analyst Stefan Slowinski stufte die Aktie zuletzt von „Neutral“ auf „Outperform“ hoch und erhöhte sein Kursziel von 120 auf 140 US-Dollar. Er begründet das mit der Fähigkeit des Unternehmens, das Kerngeschäft zu stabilisieren, KI-Funktionen zunehmend zu monetarisieren und dabei solide Margen zu halten. Von 41 erfassten Analysten empfehlen 41 den Kauf der Aktie; das durchschnittliche Kursziel liegt bei 188,67 US-Dollar.
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KI-Plattform wächst, Partnerschaften nehmen zu
Die Fundamentaldaten liefern Argumente für die Bullen. Der Abonnementumsatz stieg im vierten Quartal um 21 Prozent auf 3,47 Milliarden US-Dollar. Die noch ausstehenden Leistungsverpflichtungen kletterten um 25 Prozent auf 12,85 Milliarden US-Dollar. Das KI-Produkt Now Assist erreichte Ende 2025 einen jährlichen Vertragswert von 600 Millionen US-Dollar – über dem eigenen Ziel. Für 2026 peilt das Management mehr als eine Milliarde an. Das Volumen der AI Control Tower-Deals verdreifachte sich im letzten Quartal sequenziell.
Gleichzeitig baut ServiceNow sein Partnernetzwerk aus. Die Kooperation mit Cohesity zielt auf sogenannte „Agent Resilience“ – also die Fähigkeit, autonome KI-Agenten abzusichern und im Fehlerfall schnell auf einen verifizierten Datenzustand zurückzusetzen. Das ist kein Nischenthema: Je mehr Unternehmen KI-Workflows in den Produktivbetrieb überführen, desto drängender werden Fragen rund um Kontrolle und Wiederherstellbarkeit. Weitere neue Partnerschaften mit Aiva Health im Gesundheitsbereich und Prismforce für Personalplanung erweitern die Reichweite der Plattform in regulierte Branchen.
Kernspannung bleibt bestehen
Die eigentliche Frage, die Investoren beschäftigt, ist struktureller Natur: Wie verteidigungsfähig ist das Geschäftsmodell von ServiceNow gegenüber KI-nativen Wettbewerbern, die klassische Workflow-Automatisierung neu definieren könnten? Die Partnerschaftsstrategie und das wachsende KI-Produktportfolio sind Antworten darauf – ob sie ausreichen, wird sich am 29. April zeigen, wenn ServiceNow seine nächsten Quartalszahlen vorlegt.
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