Die Software-Branche blutet, und ServiceNow hat seit Jahresbeginn bereits 26 Prozent an Wert verloren. Investoren fürchten zunehmend, dass Künstliche Intelligenz herkömmliche Software-Lizenzen überflüssig macht. Doch heute holt das Unternehmen zum Gegenschlag aus und präsentiert seine Antwort auf die existenzielle Krise des Sektors.
Mit der Initiative „Autonomous Workforce“ führt der Konzern heute neue Werkzeuge ein, die digitale Systeme eigenständig denken und handeln lassen. Parallel dazu integriert das Unternehmen den Anbieter Moveworks direkt in seine KI-Plattform. Ziel dieser Maßnahmen ist es, automatisierte Arbeitsabläufe für Großkunden zu stärken und technisch gegen die aufkommende KI-Konkurrenz aufzurüsten.
Massiver Druck auf den Sektor
Der heutige Produktstart erfolgt inmitten einer tiefgreifenden Vertrauenskrise am Markt. Seit Anfang 2026 verzeichnen große Software-Titel heftige Abverkäufe, da Marktteilnehmer das klassische Software-as-a-Service-Modell (SaaS) in Gefahr sehen. Neben dem Kursrutsch bei ServiceNow stehen auch Wettbewerber wie Salesforce mit einem Minus von 21 Prozent und Intuit mit einem Verlust von 37 Prozent unter massivem Druck.
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Die Unsicherheit wird durch widersprüchliche Aussagen aus der Industrie befeuert. Während Mistral-Chef Arthur Mensch prognostiziert, dass KI künftig mehr als die Hälfte der Unternehmenssoftware ersetzen könnte, widerspricht Nvidia-CEO Jensen Huang dieser These vehement. Er argumentiert, die Märkte würden die Situation falsch einschätzen. Trotz der hohen Volatilität stellen sich die Analysten von HSBC gegen den negativen Trend und bestätigen ihre Kaufempfehlung für die Aktie.
Stabilität im Kerngeschäft
Abseits der KI-Debatte bleibt die Überwachung von IT-Systemen (Observability) ein kritischer Faktor. Branchenanalysen listen die „Cloud Observability“-Lösung von ServiceNow weiterhin unter den führenden Tools für das Jahr 2026 im Wettbewerb mit IBM und Datadog. Da unvorhergesehene IT-Ausfälle Großunternehmen durchschnittlich eine Million US-Dollar pro Stunde kosten, genießt die Systemstabilität oberste Priorität. Inzwischen verfügen 60 Prozent der Unternehmen über ausgereifte Überwachungspraxen, was einem Anstieg von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Die neuen KI-Funktionen müssen nun beweisen, dass ServiceNow nicht zum Opfer, sondern zum Profiteur des technologischen Wandels wird. Ob die heutige Ankündigung ausreicht, um den Abwärtstrend der letzten Wochen zu brechen, hängt maßgeblich von der schnellen Adaption der „Autonomous Workforce“ durch die Großkunden ab.
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