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ServiceNow Aktie: Fundamentals vs. KI-Angst

ServiceNow verzeichnet solides Umsatzwachstum und baut KI-Geschäft aus, doch die Aktie verlor fast die Hälfte ihres Wertes aufgrund von Marktängsten vor KI-Disruption.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Abonnementumsatz wächst über Erwartungen
  • KI-Produkte erreichen hohe Vertragswerte
  • CEO kauft erstmals seit Jahren Aktien
  • Aktienkurs deutlich unter Jahreshoch

ServiceNow liefert starke Zahlen, wächst profitabel und baut sein KI-Geschäft zügig aus — und trotzdem hat die Aktie seit ihrem Hoch fast die Hälfte ihres Wertes verloren. Der Grund liegt weniger im Unternehmen selbst als in einer grundsätzlichen Frage, die Investoren derzeit umtreibt: Wie stark bedroht der KI-Boom die klassische Unternehmenssoftware?

Starke Zahlen, schwache Kursentwicklung

Das Geschäft läuft gut. Im vierten Quartal 2025 wuchs der Abonnementumsatz um 19,5 Prozent auf 3,47 Milliarden Dollar — über den eigenen Prognosen. Der freie Cashflow stieg um 34 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 meldete ServiceNow einen Umsatz von 13,28 Milliarden Dollar, ein Plus von knapp 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zusätzlich genehmigte das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden Dollar.

Für 2026 erwartet das Management einen Abonnementumsatz zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden Dollar — ein Wachstum von rund 20 Prozent — bei einer operativen Marge von 32 Prozent.

Der Kurs erzählt eine andere Geschichte. Vom 52-Wochen-Hoch bei 211,48 Dollar ist die Aktie auf rund 112,92 Dollar gefallen, ein Rückgang von knapp 47 Prozent. Analysten von Jefferies haben darauf hingewiesen, dass ServiceNow — gemeinsam mit anderen Softwareunternehmen — unverhältnismäßig stark unter den KI-Disruptions-Ängsten leidet.

KI als Wachstumstreiber, nicht als Bedrohung

ServiceNow begegnet der Skepsis mit konkreten Zahlen aus dem eigenen KI-Geschäft. Die Now Assist-Suite erzielte Ende 2025 einen jährlichen Vertragswert von 600 Millionen Dollar — über dem internen Ziel. Für 2026 peilt das Management die Marke von einer Milliarde Dollar an. Das AI Control Tower-Produkt verzeichnete im letzten Quartal eine Verdreifachung des Deal-Volumens.

Anfang März legte die Aktie nach der Ankündigung neuer KI-Lösungen auf dem jährlichen Government Forum um 5,2 Prozent zu. Vorgestellt wurden „EmployeeWorks“ für Behördenmitarbeiter und „Autonomous Workforce“ für sichere Regierungscloud-Umgebungen. Hinzu kommen eine Partnerschaft mit Autonomize AI im Gesundheitsbereich sowie eine Kooperation mit dem Datensicherheitsunternehmen Cohesity rund um Cyber-Resilienz.

CEO kauft — Institutionelle bleiben

Ein ungewöhnliches Signal kam Ende Februar: CEO William McDermott erwarb am 27. Februar 2026 eigene Aktien im Wert von 3 Millionen Dollar zu rund 104,60 Dollar je Stück — der erste Insiderkauf seit November 2019, nahe dem Jahrestief. Die institutionelle Beteiligungsquote liegt weiterhin bei rund 88 Prozent.

Analyst Rothschild & Co. Redburn senkte das Kursziel zwar von 230 auf 215 Dollar, hält aber an seiner Kaufempfehlung fest.

Am 29. April 2026 legt ServiceNow die nächsten Quartalszahlen vor. Der Konsens erwartet einen Gewinn je Aktie von 0,95 Dollar — ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal — sowie einen Quartalsumsatz von rund 3,75 Milliarden Dollar. Die Zahlen werden zeigen, ob die operative Stärke ausreicht, um das Vertrauen der Märkte zurückzugewinnen.

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