ServiceNow liefert Investoren heute gleich zwei Großereignisse auf einmal. Wenige Stunden bevor das Unternehmen seine Quartalszahlen vorlegt, hat der Softwarekonzern seine bisher größte Übernahme abgeschlossen. Für rund 7,75 Milliarden US-Dollar wechselt der Cybersicherheits-Spezialist Armis den Besitzer. Das Timing lenkt den Blick auf die aggressive Expansionsstrategie des Managements.
Milliardenmarkt Cybersicherheit
Der Zukauf verdreifacht den adressierbaren Markt für die Sicherheitslösungen von ServiceNow. Armis bringt Technologie mit, die IT- und IoT-Geräte in Echtzeit erkennt und schützt. Parallel dazu integriert der Konzern bereits das im März übernommene Startup Veza. Dieses liefert KI-gestützte Identitätserkennung.
Mit beiden Zukäufen ändert der Konzern seine Strategie. ServiceNow will weg von reaktiven Sicherheitsmodellen. Das Ziel: autonome Abwehrsysteme für das KI-Zeitalter. Dafür entsteht aktuell ein globales KI-Zentrum für Cyberabwehr. Dort sollen Entwickler künftige Angriffe durch künstliche Intelligenz frühzeitig erkennen und neutralisieren.
Das Fundament für diese Expansion steht bereits. Das organische Sicherheitsgeschäft von ServiceNow überschritt im dritten Quartal die Marke von einer Milliarde US-Dollar beim jährlichen Vertragswert.
Hohe Erwartungen an das erste Quartal
Neben der Übernahme rückt der heutige Quartalsbericht in den Fokus. Analysten erwarten im Schnitt einen Umsatz von 3,75 Milliarden US-Dollar. Das entspräche einem Wachstum von gut 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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Ein technischer Gegenwind bremst das Wachstum leicht. Der Wechsel von selbst gehosteten Systemen zu Cloud-Angeboten kostet rund 150 Basispunkte beim Abonnement-Umsatz. Das Management peilt hier Einnahmen von bis zu 3,67 Milliarden US-Dollar an.
Die Historie spricht für das Unternehmen. ServiceNow übertraf die Gewinnerwartungen zuletzt fast durchgehend. Analysten honorieren diese Zuverlässigkeit. In den vergangenen Monaten korrigierten zahlreiche Experten ihre Gewinnschätzungen deutlich nach oben.
Die jüngsten Zukäufe verändern die Perspektive der Investoren massiv. Das Management schätzt den gesamten adressierbaren Markt nun auf 600 Milliarden US-Dollar. Zuvor lag dieser Wert bei rund 90 Milliarden US-Dollar. Nach Börsenschluss am heutigen 22. April präsentieren die Amerikaner ihre frischen Zahlen. Ein starkes Quartalsergebnis würde die milliardenschwere Expansionsstrategie des Managements direkt untermauern.
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