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Symbolbild, KI-generiert

ServiceNow Aktie: Evercore hebt Ziel auf 150 Dollar

Großanleger stocken bei ServiceNow massiv auf. Analysten sehen dank KI-Agenten und Umsatzwachstum weiteres Kurspotenzial.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Institutionelle Investoren vervielfachen ihre Anteile
  • Evercore ISI erhöht Kursziel auf 150 Dollar
  • KI-Plattform Otto automatisiert Unternehmensabläufe
  • Prognose für KI-Umsatz auf 1,5 Milliarden angehoben

Die großen Adressen greifen bei ServiceNow massiv zu. Jüngste Pflichtmitteilungen offenbaren eine regelrechte Kaufwelle institutioneller Investoren bei dem Softwarekonzern. Im Zentrum des Interesses steht der strategische Schwenk hin zu autonomen KI-Agenten, der das künftige Wachstum absichern soll.

Großeinkauf der Profis

SEC-Daten von Mitte Mai zeigen drastische Aufstockungen. Vermögensverwalter wie Northeast Investment Management oder Hartford vervielfachten ihre Positionen im vierten Quartal um rund 300 beziehungsweise 400 Prozent. Mittlerweile halten professionelle Anleger gut 87 Prozent der ausstehenden Aktien.

Evercore ISI liefert die fundamentale Begründung für den Optimismus. Die Investmentbank hob das Kursziel auf 150 US-Dollar an. Die Analysten verweisen auf die langfristige Prognose von über 30 Milliarden US-Dollar an Abo-Umsätzen. Das Unternehmen habe das Potenzial, freie Cashflows dauerhaft zu steigern. Der breite Analystenkonsens rät angesichts dieser Aussichten klar zum Kauf.

KI-Agenten übernehmen

Auf der Hausmesse „Knowledge 2026“ in Las Vegas skizzierte das Management die nächste Entwicklungsstufe. Mit der neuen Oberfläche „Otto“ und der sogenannten „Action Fabric“-Architektur sollen KI-Agenten künftig mehrstufige Aufgaben über Abteilungsgrenzen hinweg selbstständig erledigen. Der Softwareanbieter positioniert sich damit im Zentrum der automatisierten Unternehmenssteuerung.

Parallel dazu webt ServiceNow sein Netzwerk enger. Der Integrationsspezialist Boomi speist künftig Echtzeit-Betriebsdaten direkt in die KI-Plattform ein. Ein erweiterter Pakt mit FedEx schleust Logistikdaten in die Lieferketten-Workflows, um bei Störungen automatisierte Entscheidungen zu treffen.

KI-Umsätze im Fokus

Die Strategie schlägt sich bereits in den Büchern nieder. Im ersten Quartal kletterten die Abo-Erlöse um 22 Prozent auf knapp 3,7 Milliarden US-Dollar. Die Zahl der Großkunden für die KI-Suite „Now Assist“ hat sich im Jahresvergleich mehr als verdoppelt.

Das Management reagiert auf die hohe Nachfrage mit angehobenen Zielen. Für das laufende Jahr peilt der Vorstand nun KI-spezifische Umsätze von 1,5 Milliarden US-Dollar an. Zuvor lag die Messlatte bei exakt einer Milliarde.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.