Seit Jahresbeginn hat die ServiceNow-Aktie 23 Prozent an Wert eingebüßt. Operativ schlägt der Softwarekonzern allerdings einen völlig anderen Kurs ein. Durch eine erweiterte Vertriebspartnerschaft und einen milliardenschweren Zukauf im Sicherheitsbereich drängt das Unternehmen seine KI-Plattform nun tief in streng regulierte Privatsektoren.
Neuer Zugang zu regulierten Märkten
Am Montag gab ServiceNow eine weitreichende Ausweitung seiner Zusammenarbeit mit der Carahsoft Technology Corp. bekannt. Bisher war Carahsoft vor allem als führender IT-Distributor für US-Behörden bekannt. Nun öffnet der Partner sein Netzwerk für ServiceNow auch in kommerziellen Branchen wie dem Gesundheitswesen, dem Finanzsektor und der kritischen Infrastruktur.
Der strategische Hintergedanke ist simpel: Viele dieser stark regulierten Organisationen kaufen komplexe Technologie lieber über etablierte Vertriebspartner als über den direkten Softwarevertrieb. Durch diesen Schritt erhält ServiceNow einen neuen Hebel, um seine KI-gestützten Arbeitsabläufe in Unternehmen zu integrieren, die bisher schwer zugänglich waren.
KI-Geschäft als Wachstumstreiber
Diese Vertriebsexpansion fällt in eine Phase rasanten Wachstums bei den hauseigenen Anwendungen für Künstliche Intelligenz. Der jährliche Vertragswert im KI-Segment kletterte zuletzt von 250 Millionen auf 600 Millionen US-Dollar.
Auch die fundamentalen Rahmendaten stützen den Expansionskurs. Im Jahr 2025 steigerte ServiceNow den Umsatz um knapp 21 Prozent auf 13,28 Milliarden US-Dollar. Eine Bruttomarge von über 77 Prozent und eine extrem niedrige Verschuldung signalisieren eine robuste Bilanz. Einige Analysten werten den jüngsten Kursrutsch der Aktie in Kombination mit diesen Zahlen als attraktive Einstiegsgelegenheit.
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Milliarden-Zukauf für mehr Sicherheit
Flankiert wird der Vorstoß in neue Branchen durch einen massiven Ausbau der Cybersicherheit. Für 7,75 Milliarden US-Dollar in bar übernimmt ServiceNow den Spezialisten Armis. Die Transaktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden. Ziel ist es, eine einheitliche Plattform für das Erkennen und Beheben von Sicherheitsrisiken über die gesamte IT-Infrastruktur hinweg zu schaffen.
Da das bestehende Sicherheits- und Risikogeschäft von ServiceNow Ende 2025 bereits die Marke von einer Milliarde US-Dollar beim jährlichen Vertragswert durchbrochen hat, soll die Übernahme das Marktpotenzial in diesem Bereich mehr als verdreifachen. Gerade für die neu anvisierten Kunden aus dem Gesundheits- und Finanzwesen ist eine lückenlose Sicherheitsarchitektur ein entscheidendes Kaufkriterium.
Analysten blicken angesichts dieser doppelten Expansion durch neue Vertriebswege und tiefere Sicherheitsfunktionen optimistisch auf die kommenden Monate. Die Experten von BNP Paribas prognostizieren für das Geschäftsjahr 2026 ein organisches Umsatzwachstum bei den Abonnements von rund 20 Prozent. Damit läge der Konzern über der eigenen Prognose von 18 Prozent aus dem ersten Quartal. Sobald die regulatorischen Behörden der Armis-Übernahme zustimmen, erschließt sich ServiceNow endgültig neue Märkte und tiefere Wertschöpfungsketten.
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