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ServiceNow Aktie: Erfolgreiche Abkopplung

ServiceNow entkoppelt sich vom schwachen Software-Sektor durch strategische Allianzen für sichere KI-Prozesse. Analysten sehen nach Kursrücksetzer eine Kaufchance.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Starke Kursgewinne trotz Branchenschwäche
  • Neue Partnerschaften mit Fiserv und Cohesity
  • KI-Lösung Now Assist als Umsatztreiber
  • BNP Paribas stuft Aktie auf Outperform hoch

Während der breite Software-Sektor in diesem Jahr unter einer harten Neubewertung leidet, schwimmt ServiceNow plötzlich gegen den Strom. Der Spezialist für digitale Arbeitsabläufe verzeichnete im vergangenen Monat spürbare Kursgewinne und entkoppelt sich damit von der allgemeinen Schwäche der Branche. Verantwortlich für diesen Stimmungswechsel sind neue strategische Allianzen, die das größte Problem beim Einsatz von künstlicher Intelligenz in Unternehmen lösen sollen.

Raus aus dem Branchen-Sog

Mit einem Plus von 5,5 Prozent im vergangenen Monat ließ das Papier den IT-Dienstleistungssektor, der im gleichen Zeitraum 3,3 Prozent verlor, klar hinter sich. Aktuell notiert der Titel bei rund 113 US-Dollar. Zuvor hatte die Aktie auf Jahressicht rund 31 Prozent eingebüßt. Dieser Rücksetzer war allerdings nicht auf operative Schwächen zurückzuführen. Vielmehr korrigierten Investoren branchenweit ihre Wachstumserwartungen, da unklar war, wie sich KI auf klassische Preismodelle auswirken würde. Der im Dezember 2025 durchgeführte Aktiensplit im Verhältnis 5-zu-1 änderte an dieser fundamentalen Skepsis zunächst wenig.

Sicherheit für kritische KI-Prozesse

Nun liefern zwei neue Partnerschaften handfeste Argumente für eine Neubewertung. Mit dem Finanztechnologie-Riesen Fiserv integriert ServiceNow seine KI-Lösung „Now Assist“ ab dem ersten Quartal 2026 tief in regulierte Finanzinfrastrukturen. Ziel ist es, Anomalien im Zahlungsverkehr früher zu erkennen und Vorfälle schneller zu beheben.

Noch wichtiger für die breite Akzeptanz dürfte die Kooperation mit dem Datensicherheits-Spezialisten Cohesity sein. Wenn Unternehmen autonome KI-Agenten für kritische Geschäftsprozesse einsetzen, ist die Gefahr von Datenverlusten durch Fehlkonfigurationen oder Manipulationen groß. Die gemeinsame Lösung ermöglicht es, kompromittierte Systeme schnell auf einen verifizierten Datenstand zurückzusetzen, ohne sie komplett neu aufbauen zu müssen. Diese Ausfallsicherheit entwickelt sich zu einem entscheidenden Kriterium für IT-Entscheider.

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Analysten sehen Kaufchance

Das operative Fundament für diese strategischen Schritte ist robust. Im Geschäftsjahr 2025 kletterte der Umsatz um knapp 21 Prozent auf 13,28 Milliarden US-Dollar, während der Gewinn überproportional auf 1,75 Milliarden US-Dollar anstieg. Besonders das KI-Zugpferd „Now Assist“ überzeugte zuletzt mit einem jährlichen Vertragsvolumen von über 600 Millionen US-Dollar.

Diese Kombination aus stabilem Kerngeschäft und greifbarer KI-Monetarisierung rief in dieser Woche BNP Paribas auf den Plan. Die Investmentbank stufte das Papier am 16. März von „Neutral“ auf „Outperform“ hoch. Der bisherige Jahresverlust von 23 Prozent wird dort als klare Einstiegsgelegenheit gewertet. Die Analysten rechnen damit, dass das organische Umsatzwachstum bei den Abonnements bis Ende 2026 die Marke von 20 Prozent erreichen wird – und damit die bisherige Unternehmensprognose übertrifft.

Mit einem Netzwerk von mittlerweile über 2.700 globalen Partnern hat ServiceNow die Infrastruktur geschaffen, um diese neuen KI-Sicherheitslösungen in die Breite zu tragen. Da immer mehr Konzerne von der reinen KI-Testphase in den produktiven Betrieb wechseln, positioniert sich das Unternehmen gezielt als unverzichtbare Kontrollinstanz für ausfallsichere automatisierte Prozesse.

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