ServiceNow-CEO Bill McDermott sorgt mit einer drastischen Prognose für Aufsehen: Künstliche Intelligenz könnte die Arbeitslosigkeit unter Hochschulabsolventen in den kommenden Jahren auf über 30 Prozent treiben. Ironischerweise liefert sein eigenes Softwareunternehmen genau die Werkzeuge für diesen Umbruch. Während das operative Geschäft floriert, zeigt sich die Börse angesichts der rasanten technologischen Entwicklung erstaunlich nervös.
Kahlschlag bei Berufseinsteigern
In einem CNBC-Interview zeichnete McDermott ein schonungsloses Bild der nahen Zukunft. Neue KI-Agenten übernehmen zunehmend Einstiegspositionen in der Unternehmenswelt. Das macht es für frische Absolventen deutlich schwerer, sich im Unternehmensumfeld zu beweisen. Diese Entwicklung entspringt dabei nicht reiner Theorie, sondern den direkten Erfahrungen von ServiceNow. Laut McDermott hat der Softwarekonzern im Kundenservice bereits 90 Prozent der Anwendungsfälle automatisiert, die zuvor von Menschen bearbeitet wurden.
Für Unternehmenslenker ist diese Automatisierung hochattraktiv. Sie können das Personalwachstum bremsen und gleichzeitig den freien Cashflow sowie den Umsatz steigern. KI-Agenten werden direkt in die Arbeitsabläufe integriert, was die Struktur von Großunternehmen fundamental verändert.
Starke Zahlen treffen auf Skepsis
Dennoch stand die ServiceNow-Aktie im vergangenen Jahr spürbar unter Druck und schwankte heftig zwischen 98 und rund 211 US-Dollar. Anleger treibt die Sorge um, dass die rasante KI-Evolution das etablierte Geschäftsmodell des Unternehmens stören könnte. Analysten von Jefferies halten diese Abstrafung im Softwaresektor jedoch für ungerechtfertigt.
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Ein Blick auf die jüngsten Geschäftszahlen stützt diese Einschätzung. Das vierte Quartal 2025 belegt ein robustes Wachstum fernab jeglicher Krisenstimmung:
- Abo-Umsatz (Q4 2025): 3,46 Milliarden US-Dollar (+21 Prozent)
- Gesamte Leistungsverpflichtungen (RPO): 28,2 Milliarden US-Dollar (+26,5 Prozent)
- Aktienrückkauf: Neues Programm über 5 Milliarden US-Dollar
- Prognose 2026: Erwarteter Abo-Umsatz von bis zu 15,57 Milliarden US-Dollar
KI-Offensive statt Abwehrkampf
Um die eigene Marktposition abzusichern, baut ServiceNow sein Netzwerk massiv aus. Eine neue Partnerschaft mit Anthropic integriert deren Claude-Modelle direkt in die Plattform, um interne Produktivitätswerkzeuge zu betreiben. Parallel zielt eine Kooperation mit Visa auf die Automatisierung von Zahlungsstreitigkeiten ab.
Das Unternehmen agiert somit gleichzeitig als Treiber und Profiteur der technologischen Umwälzung. Mit einem Ökosystem von mittlerweile über 2.700 globalen Partnern hat das Management die infrastrukturellen Weichen für die unternehmensweite KI-Adaption im laufenden Geschäftsjahr 2026 fest verankert.
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