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Symbolbild, KI-generiert

ServiceNow Aktie: Der OpenAI-Pakt!

Trotz höherer Jahresziele belasten ein knapp verfehlter Quartalsgewinn und ein langsameres cRPO-Wachstum die Bewertung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bereinigter Gewinn je Aktie unter Erwartung
  • cRPO-Wachstum im vierten Quartal niedriger prognostiziert
  • Abonnementerlöse im dritten Quartal um 21 Prozent gestiegen
  • UBS und Citigroup senken Kursziele

Eine verfehlte Gewinnerwartung und neue Sorgen über KI-Risiken belasten ServiceNow: Die Aktie verzeichnete gestern eine Tagesveränderung von -3,2%. Nach dem Quartalsbericht stand ein bereinigter Gewinn je Aktie von 1,00 $ einer Erwartung von 1,02 $ gegenüber. Die zugleich angehobenen Unternehmensziele konnten die negative Reaktion nicht verhindern.

Gewinn und KI-Risiken im Fokus

Medienberichten zufolge löste der Quartalsbericht am Donnerstag deutliche Kursverluste aus. Neben dem schwächeren Gewinn rückten erneut Befürchtungen in den Vordergrund, dass künstliche Intelligenz das Geschäft von ServiceNow unter Druck setzen könnte. Damit richtet sich die Aufmerksamkeit nicht allein auf die erreichte Wachstumsrate, sondern auch auf deren Beständigkeit.

Zusätzlich belastete der am Mittwoch veröffentlichte Ausblick auf die kurzfristig erwarteten Umsätze aus bestehenden Leistungsverpflichtungen, kurz cRPO. Für das vierte Quartal stellte ServiceNow ein Wachstum von 18,5% in Aussicht. Im Vorquartal hatte die Rate 21% betragen.

Die Enttäuschung betrifft damit sowohl das Ergebnis als auch das erwartete Wachstumstempo. Höhere Jahresziele setzen zwar einen positiven Gegenakzent. Sie beseitigen aber nicht die Frage, wie sich die Dynamik im kommenden Quartal entwickelt.

Kräftiges Wachstum als Gegengewicht

Im dritten Quartal 2026 erzielte ServiceNow Abonnementerlöse von 3.988 Millionen $. Das entsprach einem Zuwachs von 21% gegenüber dem Vorjahr. Der Gesamtumsatz erreichte 4.106 Millionen $.

Die Zahlen zeigen somit weiterhin deutliches Wachstum. Die negative Börsenreaktion lässt sich nicht mit schrumpfenden Erlösen erklären. Entscheidend war vielmehr die Kombination aus verfehlter Gewinnerwartung und vorsichtigerem Wachstumsausblick.

ServiceNow hob am Mittwoch die Prognose für die jährlichen Abonnementerlöse auf 15,78–15,79 Milliarden $ an. Zugleich erhöhte das Unternehmen sein KI-Vertragswertziel für 2026 auf 1,7 Milliarden $.

Auch operativ setzte ServiceNow auf den Ausbau seines KI-Angebots. Am Mittwoch kündigte das Unternehmen eine erweiterte Zusammenarbeit mit OpenAI an. Sie umfasst Unternehmens-KI, Cybersicherheit und die Entwicklung agentenbasierter Anwendungen. Diese Initiative steht den Befürchtungen gegenüber, KI könne bestehende Geschäftsaktivitäten beeinträchtigen.

Analysten senken Ziele, bleiben uneins

Die Analysten reagierten am Donnerstag mit niedrigeren Kurszielen. UBS senkte das Ziel von 150 $ auf 140 $ und behielt die neutrale Einstufung bei.

Die vorsichtigere Bewertung bedeutete allerdings nicht bei allen Häusern eine Abkehr von einer positiven Anlageeinschätzung.

Citigroup reduzierte das Kursziel am Donnerstag von 170 $ auf 157 $, hielt aber an der Kaufempfehlung fest. Für Anleger bleibt damit die zentrale Abwägung: Starkes Umsatzwachstum und höhere Jahresziele stehen einer enttäuschenden Gewinnkennzahl sowie Zweifeln am weiteren Wachstumstempo gegenüber.

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