Die ServiceNow Aktie steht am Wochenende im Fokus, nachdem Berichte über eine mögliche Übernahme im Sicherheitsbereich für Aufsehen sorgten. Der Enterprise-Software-Riese verhandelt angeblich über den Kauf des Startups Veza – ein Deal, der über eine Milliarde Dollar kosten könnte. Doch kann dieser Schachzug den Abwärtstrend der Aktie stoppen?
Milliarden-Übernahme in letzter Minute
Laut Berichten von The Information und TheFly befindet sich ServiceNow in fortgeschrittenen Gesprächen zur Übernahme des Sicherheits-Spezialisten Veza. Der Kaufpreis soll die Milliardengrenze überschreiten – ein klares Statement im Wettbewerb um KI-Sicherheitstechnologien.
Veza entwickelt Autorisierungsplattformen für Datenzugriffe, sowohl für menschliche Mitarbeiter als auch KI-Agenten. Diese Technologie passt perfekt zu ServiceNow’s Strategie, künstliche Intelligenz in seine Workflow-Automatisierungsprodukte zu integrieren. Die geplante Übernahme würde damit eine kritische Lücke im Portfolio schließen.
Finanziell wäre der Deal für ServiceNow problemlos zu stemmen: Das Unternehmen verfügte im dritten Quartal über 2,725 Milliarden Dollar Barreserven. Die Märkte reagierten verhalten positiv – die Aktie legte am Freitag um 1,16% auf 812,02 Dollar zu.
Analysten-Zweifel und Aktiensplit
Doch nicht alle sind überzeugt: Macquarie stufte die Aktie erst am Donnerstag von „Strong Buy“ auf „Neutral/Hold“ herab. Analyst Steven Koenig setzte zwar ein Kursziel von 860 Dollar, mahnte jedoch zur Vorsicht: ServiceNow sei ein „großartiges Unternehmen“, aber aktuell nur eine „durchschnittliche Aktie“.
Gleichzeitig steht ein wichtiger Corporate Action an: Am 5. Dezember stimmen die Aktionäre über einen 5:1-Aktiensplit ab. Bei Erfolg würde dies die aktuell über 800 Dollar teuren Aktien für Kleinanleger attraktiver machen.
Die fundamentalen Kennzahlen bleiben dennoch robust:
* Q3-Umsatz: 3,41 Milliarden Dollar (+22% zum Vorjahr)
* Abonnement-Umsatz: 3,30 Milliarden Dollar (+21,5%)
* Bereinigter Gewinn je Aktie: 4,82 Dollar (über Erwartungen)
* Ausstehende Leistungsverpflichtungen: 24,3 Milliarden Dollar
Abwärtstrend trotz starker Zahlen
Die geplante Veza-Übernahme kommt zu einem kritischen Zeitpunkt: Die ServiceNow Aktie hat in diesem Jahr 24% an Wert verloren und liegt damit deutlich hinter dem Nasdaq, der im gleichen Zeitraum 20% zulegte.
Allein im November brach die Aktie um 12,7% ein – einer der schwächsten Werte im Technologiesektor. Dabei handelt die Aktie aktuell mit einem Abschlag von etwa 43% zum durchschnittlichen Analystenkursziel von 1.149,67 Dollar.
Das KGV von 42 spiegelt weiterhin hohe Wachstumserwartungen wider. Doch die Frage bleibt: Reicht die strategische Veza-Übernahme aus, um den negativen Trend zu durchbrechen? Die kommende Woche mit der möglichen Deal-Bestätigung und der Aktiensplit-Entscheidung wird die Richtung vorgeben.
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