Die ServiceNow-Aktie notiert knapp über ihrem 52-Wochen-Tief — und das, obwohl das Unternehmen zuletzt eine Kreditlinie über drei Milliarden Dollar gesichert und das Umsatzwachstum im Abonnementbereich auf 21 Prozent gesteigert hat. Der Kurs hat sich von dieser Stärke bislang nicht beeindrucken lassen.
Warum der Kurs nicht folgt
Am Montag fiel die Aktie zeitweise auf 98,46 Dollar — nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 98,00 Dollar. Auf Sechsmonatssicht hat das Papier mehr als 40 Prozent verloren, obwohl ServiceNow in drei aufeinanderfolgenden Quartalen ein Umsatzwachstum von über 20 Prozent geliefert hat.
Zwei Faktoren lasten besonders schwer. Erstens: das Bundesgeschäft. Im Vergleich zum Vorjahr, als das Segment um 30 Prozent wuchs, hat sich die Lage deutlich verschlechtert — unter anderem durch eine 15-Millionen-Dollar-Belastung aus dem sogenannten Deferred-Resignation-Programm. Zweitens: Sorgen um die Wettbewerbsposition im KI-Segment, wo ServiceNow mit seinem Produkt Now Assist zwar 600 Millionen Dollar Jahresvertragswert erreicht hat, die Monetarisierung aber an ein kostenpflichtiges Upgrade auf die Pro-Plus-Stufe geknüpft ist.
Analysten senken die Latte
Stifel-Analyst Brad Reback hat sein Kursziel von 180 auf 135 Dollar gesenkt, hält aber an seiner Kaufempfehlung fest. Als Begründung nannte er schwächere Signale aus Systemintegrator-Checks. FBN Securities kürzte das Ziel von 220 auf 160 Dollar, ebenfalls mit Outperform-Rating. BNP Paribas Exane bleibt bei Outperform und einem Ziel von 140 Dollar.
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Die Spanne der Analystenmeinungen ist bemerkenswert weit: Das niedrigste Kursziel liegt bei 122,78 Dollar, das höchste bei 260 Dollar. Citizens hält an diesem Höchstziel fest und erwartet, dass Now Assist bis Ende 2026 die Milliarden-Marke beim Jahresvertragswert knackt. Von 46 Analysten empfehlen 42 die Aktie zum Kauf, drei raten zum Halten, einer zum Verkauf — der Median liegt bei 182,50 Dollar.
Quartalszahlen am 22. April als nächster Test
Für das laufende Jahr erwartet ServiceNow Abonnementumsätze zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von rund 19,5 bis 20 Prozent entspricht — etwas weniger als die 20,5 Prozent aus dem Vorjahr. Stifel geht davon aus, dass das Bundesgeschäft im zweiten Quartal wieder anzieht, da die DOGE-bedingten Belastungen aus dem Vorjahr nun als Vergleichsbasis wirken.
Am 22. April legt ServiceNow die Zahlen für das erste Quartal vor. Analysten rechnen mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 0,97 Dollar und einem Gesamtumsatz von 3,75 Milliarden Dollar — deutlich über der eigenen Guidance von 3,65 Milliarden Dollar. Mit einem Kurs knapp über dem Jahrestief und einer Analystengemeinschaft, die trotz gesenkter Ziele mehrheitlich optimistisch bleibt, dürften diese Zahlen darüber entscheiden, ob der Abwärtstrend der vergangenen Monate bricht oder sich fortsetzt.
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