Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » ServiceNow Aktie: 3,67 Milliarden Dollar Abo-Erlöse

ServiceNow Aktie: 3,67 Milliarden Dollar Abo-Erlöse

ServiceNow wächst stark, doch die Aktie verliert. KI-Ängste belasten den Sektor, während Umsatz und Großkunden zulegen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie trotz Umsatzplus im Minus
  • KI-Sorgen belasten Software-Sektor
  • Abo-Erlöse steigen um 22 Prozent
  • Neue Allianzen mit Google und AWS

Starke Zahlen, schwacher Kurs. Bei ServiceNow klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Das Software-Unternehmen wächst rasant. Dennoch straft der Markt den Titel gnadenlos ab.

Am Freitag erholte sich das Papier leicht auf 79,24 Euro. Das ändert wenig am übergeordneten Bild. In den vergangenen 30 Tagen verlor der Titel fast zehn Prozent an Wert.

Vom 52-Wochen-Hoch ist die Aktie mittlerweile rund 30 Prozent entfernt. Mit einem RSI von 39,4 nähert sich der Wert dem überverkauften Bereich. Die hohe Volatilität unterstreicht die Nervosität der Investoren.

Angst vor der KI-Revolution

Der gesamte Software-Sektor litt Anfang 2026 unter einem massiven Ausverkauf. Investoren fürchten den Siegeszug von KI-Agenten. Diese könnten das klassische Lizenzmodell pro Nutzer überflüssig machen.

Bei ServiceNow greift diese Sorge allerdings ins Leere. Der Konzern rechnet seine Dienste zunehmend nach tatsächlicher Nutzung ab. Ein Vergleich mit dem Konkurrenten Salesforce verdeutlicht diese Stärke. ServiceNow steigert seine Umsätze deutlich konstanter.

Im ersten Quartal kletterten die Abo-Erlöse um 22 Prozent auf 3,67 Milliarden US-Dollar. Die vertraglich zugesicherten künftigen Einnahmen stiegen auf über 12 Milliarden US-Dollar.

Analysten erwarten für das Gesamtjahr ein Umsatzplus von 22 Prozent. Salesforce kommt hier nur auf knapp zehn Prozent.

Milliarden-Meilenstein bei Amazon

Die Nachfrage nach den neuen KI-Werkzeugen des Unternehmens wächst rasant. Die Zahl der Großkunden mit über einer Million US-Dollar Jahresumsatz stieg um 130 Prozent.

Um dieses Tempo zu halten, baut das Management neue Allianzen auf. Am 25. Juni erweiterte ServiceNow die Zusammenarbeit mit Google Cloud und HCLTech. Gemeinsam bringen sie KI-Agenten in die Unternehmensabläufe.

Ein weiterer Meilenstein gelang bei Amazon. Kunden kauften über den AWS-Marktplatz bereits Software für über eine Milliarde US-Dollar. Dieser Wert zeigt die enorme kommerzielle Reichweite der Plattform.

Analysten rechnen für das laufende Geschäftsjahr mit einem Gewinnwachstum von fast 20 Prozent. Die operativen Geschäfte laufen auf Hochtouren. Hält die Unterstützung im Bereich der aktuellen Tiefs, könnte sich die Lücke zwischen starkem Geschäft und schwachem Kurs bald schließen. Fällt der Wert weiter, droht eine Fortsetzung der Talfahrt.

Anzeige

ServiceNow-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ServiceNow-Analyse vom 26. Juni liefert die Antwort:

Die neusten ServiceNow-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ServiceNow-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

ServiceNow: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu ServiceNow

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.