Die vergangene Handelswoche endete für ServiceNow mit einer Frage: Kann die Aktie ihre Erholung fortsetzen? Der Kurs schloss am Freitag bei 102,13 US-Dollar. Damit liegt er exakt innerhalb einer von Analysten identifizierten Unterstützungszone zwischen 94,71 und 104,67 Dollar.
Was bedeutet das für die kommenden Tage? Der Markt diskutiert, ob die Aktie genug Schwung hat, um diese Zone nach oben zu verlassen.
Einen deutlichen Schritt nach oben
Die Woche begann mit einem Paukenschlag. Nach einem Schlusskurs von 95,07 Dollar am vorherigen Freitag legte ServiceNow am Montag um 8,78 Prozent zu. Der Wochengewinn summiert sich auf etwa 7,4 Prozent.
Die Kursbewegung war ruppig: Montagshoch bei 104,68 Dollar, Dienstagsspitze bei 110,83 Dollar, Donnerstagstief bei 98,11 Dollar. Das zeigt: Die Volatilität bleibt hoch.
Die kurzfristigen Indikatoren zeichnen ein konstruktives Bild. Der gleitende 5-Tage-Durchschnitt liegt bei 102,06 Dollar, der 50-Tage-Durchschnitt bei 98,11 Dollar. Der RSI auf 14-Tage-Basis steht bei 57,27 – neutral, mit leicht bullischer Tendenz.
Doch Vorsicht: Eine Unterstützungszone allein garantiert keine Rally. Die Fundamentaldaten müssen mitspielen.
Hauptversammlung mit klarer Botschaft
Am 21. Mai tagte die Hauptversammlung. Die Aktionäre stimmten sechs Tagesordnungspunkten zu, darunter einer Aufstockung des Aktienreservoirs für den Aktienoptionsplan um 38 Millionen Anteile.
Spannend: Ein Aktionärsvorschlag, der das Recht auf Abstimmungen per schriftlicher Zustimmung einräumen wollte, scheiterte klar. 486 Millionen Stimmen dagegen, 281 Millionen dafür. Die Vorstandsvergütung wird künftig jährlich zur Abstimmung gestellt.
Die Wiederwahl der Direktoren fiel durchwachsen aus. Ex-CEO Bill McDermott erhielt 689 Millionen Stimmen bei 78 Millionen Gegenstimmen. Eric Yuan, Chef von Zoom, schnitt mit 594 Millionen zu 174 Millionen Gegenstimmen schwächer ab. Das spricht für leichte Unruhe im Aktionariat, aber kein offener Aufstand.
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KI-Erholung mit Substanz
Die Kursgewinne der Woche sind Teil eines breiteren Trends. US-Softwareaktien versuchen sich von den KI-Ängsten der vergangenen Wochen zu erholen. ServiceNow gehört zu den Titeln, die dabei besonders zulegen.
Die Analysten sind gespalten. BofA Global Research vergibt ein „Kaufen“-Rating für ServiceNow, stuft Salesforce dagegen mit „Underperform“ ein.
Den finanziellen Rückhalt liefern die Zahlen vom April. Der Abonnement-Umsatz stieg im ersten Quartal um 22 Prozent auf 3,67 Milliarden Dollar. Die vertraglich gesicherten Erlöse für die kommenden zwölf Monate legten sogar um 22,5 Prozent auf 12,64 Milliarden Dollar zu.
Besonders wichtig: Kunden mit mehr als einer Million Dollar Jahresvertrag für die KI-Plattform Now Assist wuchsen um über 130 Prozent. Das ist das eigentliche Signal für Anleger.
Für das Gesamtjahr 2026 plant das Management mit einem Abonnement-Umsatz von 15,74 Milliarden Dollar – Wachstum von 22 Prozent. Die operative Marge soll bei 31,5 Prozent liegen, der Free-Cash-Flow bei 35 Prozent.
Was die neue Woche bringt
Der technische Fokus liegt nun auf der 104- bis 105-Dollar-Marke. Gelingt der Ausbruch über dieses Niveau, rückt das Dienstagshoch von 110,83 Dollar in greifbare Nähe.
Drei Kräfte treiben die Aktie: die kräftige Erholung aus dem Mai-Tief, die Klärung der Governance-Fragen auf der Hauptversammlung und die Debatte über die Rolle von KI in der Unternehmenssoftware. Erhalten KI-Plattformen wie ServiceNow durch die Automatisierungswelle Rückenwind? Oder droht disruptive Konkurrenz?
Der Schlusskurs von 102,13 Dollar liegt mitten in der Unterstützungszone. Die nächste Handelswoche wird zeigen, ob die Erholung nachhaltig ist oder ob die technische Hürde zu hoch bleibt.
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