Semperit lässt die Verlustzone hinter sich. Nach einer harten Sanierung liefert der Wiener Polymer-Spezialist zum Jahresauftakt 2026 schwarze Zahlen. Das sorgt für frischen Wind im Aktienkurs und weckt Begehrlichkeiten.
Das erste Quartal markiert den operativen Wendepunkt. Semperit erwirtschaftete einen Gewinn nach Steuern von 8,9 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor stand an dieser Stelle noch ein Minus von 7,2 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte parallel dazu auf 163,7 Millionen Euro.
Beide Kernbereiche trugen zum Wachstum bei. Die Sparte für industrielle Anwendungen steigerte den Umsatz auf rund 70 Millionen Euro. Das Segment für technische Anwendungen legte sogar um über acht Prozent zu. Effizienzprogramme stützen nun die Profitabilität.
Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial
Die Börse reagiert wohlwollend auf den Turnaround. Warburg Research hebt das Kursziel für die Aktie von 21 auf 22 Euro an. Die Experten loben vor allem die verbesserte Marge und den starken Cashflow.
Mit einem aktuellen Kurs von 15,05 Euro notiert das Papier deutlich unter dem Ziel der Analysten. Seit Jahresbeginn legte die Aktie bereits um gut 22 Prozent zu. Dennoch sieht der Vorstand den wahren Wert des Unternehmens noch nicht erreicht.
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Fokus auf Bilanz und Übernahmeangebot
Die Bilanz präsentiert sich solide. Der freie Cashflow stieg im Berichtsquartal auf 13,1 Millionen Euro. Außerdem liegt die Eigenkapitalquote bei knapp 48 Prozent. Das Verhältnis der Schulden zum Betriebsergebnis bleibt mit einem Faktor von 0,9x konservativ.
Für das Gesamtjahr 2026 hält das Management an seinen Zielen fest. Der Vorstand erwartet ein operatives Ergebnis (EBITDA) von rund 95 Millionen Euro. Das laufende Übernahmeangebot der B&C Holding sorgt derweil für zusätzliche Bewegung.
Der Vorstand hält das Angebot der B&C Holding für unzureichend. Er begründet dies mit dem nun sichtbaren Erfolg der Restrukturierung. Für das Gesamtjahr plant Semperit ein Umsatzplus im höheren einstelligen Prozentbereich.
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