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Semperit Aktie: 15 Euro bleiben fix

Das Übernahmeangebot der B&C Holding für Semperit bleibt bei 15 Euro je Aktie. Aktionäre müssen bis zum 12. Juni entscheiden.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • B&C hält an 15 Euro je Aktie fest
  • Aktienkurs liegt über Angebotspreis
  • Semperit verdoppelt operatives Ergebnis
  • Delisting bei hoher Annahmequote möglich

Die B&C Holding zieht einen Schlussstrich unter die Spekulationen. Wer auf ein höheres Übernahmeangebot für den Kautschukkonzern Semperit gehofft hatte, geht leer aus. Das Angebot bleibt bei 15 Euro je Anteilsschein eingefroren. Aktionäre haben nun bis zum 12. Juni Zeit, eine Entscheidung zu treffen.

Am Wiener Markt stößt die Offerte auf deutliche Skepsis. Die Aktie schloss am Freitag bei 15,20 Euro und notiert damit beharrlich über dem gebotenen Preis. Seit Jahresbeginn hat das Papier gut 23 Prozent zugelegt. Damit spiegelt der Kurs die operative Erholung des Unternehmens wider, die B&C bei der ursprünglichen Angebotslegung im Bereich von 12 Euro noch nicht einpreisen musste.

Starke Zahlen stützen den Kurs

Analysten sehen den wahren Wert deutlich höher. Schätzungen reichen bis zu 22 Euro je Aktie, während der Buchwert bei 20,20 Euro liegt. Die jüngsten Quartalszahlen untermauern den Widerstand der Investoren gegen den Angebotspreis.

Von Januar bis März kletterte der Umsatz um knapp acht Prozent auf 163,7 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBITDA) verdoppelte sich im selben Zeitraum auf 26,8 Millionen Euro. Beide Hauptdivisionen trugen mit soliden Zuwächsen zu dieser positiven Entwicklung bei, was die operative Marge spürbar ansteigen ließ.

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Für das Gesamtjahr 2026 bleibt der Vorstand auf Kurs. Das Management peilt ein EBITDA von rund 95 Millionen Euro an. Um geopolitische Risiken und Lieferengpässe abzufedern, streut der Konzern seinen Rohstoffeinkauf konsequent über mehrere Regionen und Lieferanten.

Schrumpfender Streubesitz als Druckmittel

B&C-Chef Patrick Lackenbucher begründet das Übernahmeangebot mit dem geringen Handelsvolumen, das die Aktie für institutionelle Fonds uninteressant mache. Die Holding kontrolliert bereits mehr als 58 Prozent der Anteile. Vorstand und Aufsichtsrat von Semperit verzichten indes bewusst auf eine Empfehlung zur Annahme oder Ablehnung.

Nach dem 12. Juni ändert sich die Marktdynamik in jedem Fall. Reichen Aktionäre massiv Papiere ein und B&C überschreitet die Schwelle von 90 Prozent, rückt ein Delisting von der Wiener Börse in greifbare Nähe. Bleibt die Annahmequote gering, droht durch den weiter schrumpfenden Streubesitz eine spürbar höhere Volatilität im regulären Handel.

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