Sellas Life Sciences bereitet sich auf entscheidende klinische Meilensteine vor. Die Aktionäre des Biotech-Unternehmens haben grünes Licht für ein neues Aktienvergütungsprogramm gegeben.
20 Millionen frische Aktien sind für die Mitarbeitervergütung vorgesehen. CEO Angelos Stergiou erhielt zudem 1,065 Millionen Restricted Stock Units, die über vier Jahre hinweg freigegeben werden. So will das Unternehmen Führungskräfte langfristig binden – pünktlich zu einer heißen klinischen Phase.
Studien im Fokus
Der größte Hebel für den Aktienkurs bleibt die Pipeline. Die entscheidende Phase-3-Studie REGAL, die den Wirkstoff GPS bei akuter myeloischer Leukämie (AML) prüft, hat 78 von 80 benötigten klinischen Ereignissen erreicht. Management und Analysten deuten die Verzögerung positiv: Sie könnte auf längere Überlebensraten der Patienten hindeuten.
Parallel dazu erwartet der Markt noch 2026 Phase-2-Daten für den Kandidaten SLS009 – ebenfalls gegen AML. Zwei Datenpunkte mit Sprengkraft.
Solide Kasse
Die Finanzierung ist gesichert. Zum ersten Quartal 2026 verfügte Sellas über 107,1 Millionen US-Dollar in bar. Im April und Mai kamen 28,7 Millionen Dollar durch die Ausübung von Warrants hinzu. Kurz gesagt: Das Unternehmen hat Luft für die nächsten Studienphasen.
Der Aktienkurs notierte zuletzt bei 7,46 Euro – 510 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 1,22 Euro aus dem November 2025. Der RSI von 60,2 deutet auf eine moderate Aufwärtsdynamik hin. Allerdings fehlen zum Hoch bei 8,12 Euro noch rund acht Prozent. Der weitere Weg hängt an den Studiendaten.
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