SeaTwirl treibt seine Internationalisierung voran und nimmt dabei gezielt Nischenmärkte ins Visier. Eine Machbarkeitsstudie in Chile soll klären, ob schwimmende Windturbinen künftig Dieselgeneratoren in der dortigen Aquakultur ersetzen können. Für das schwedische Unternehmen markiert dieses Projekt einen wichtigen Testlauf für die kommerzielle Tragfähigkeit abseits großer Stromnetze.
Expansion in Nischenmärkte
Im Zentrum der kommenden Monate steht die Zusammenarbeit mit einem globalen Industriezulieferer in Südamerika. Ziel ist die Elektrifizierung von Fischzuchtanlagen durch vertikale Windturbinen. Da diese Anlagen bisher oft auf fossile Brennstoffe angewiesen sind, bietet die Umstellung auf Offshore-Energie ein erhebliches Potenzial. Die Ergebnisse dieser Studie werden noch im Laufe des Jahres 2026 erwartet und könnten als Indikator dafür dienen, wie gut sich die Technologie in speziellen Offshore-Sektoren monetarisieren lässt.
Parallel dazu setzt das Unternehmen seine Kooperation mit der Aks Wind Energy Corporation fort. Hierbei liegt der Fokus auf den tiefen Gewässern vor British Columbia in Kanada. Diese Partnerschaft ist ein wesentlicher Bestandteil der nordamerikanischen Expansionspläne, die SeaTwirl zuletzt verstärkt auf internationalen Delegationsreisen präsentierte.
Strategische Meilensteine und Personalien
Auf Unternehmensebene steht zum 1. Mai 2026 ein Wechsel in der Führungsetage an, wenn Pia Tegborg ihr Amt als neue Finanzchefin antritt. Diese personelle Neuausrichtung fällt in eine Phase, in der das „Verti-Go“-Projekt an Fahrt gewinnt. Die Initiative wird durch eine Förderung von 15 Millionen Euro aus dem Programm Horizon Europe unterstützt. Die Designphase für diese 2-MW-Demonstrationsturbine soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.
Technische Validierung und Kursplus
Die Technologie der vertikalen Windturbinen (VAWT) ist speziell für Umgebungen konzipiert, in denen klassische Anlagen an logistische Grenzen stoßen. Durch einen niedrigeren Schwerpunkt und die Platzierung des Generators an der Wasseroberfläche soll die Wartung mit kleineren, lokalen Schiffen ermöglicht werden.
An der Börse sorgten die Fortschritte heute für deutliche Kursgewinne: Die Aktie stieg um 8,14 % auf 23,90 SEK. Damit nähert sich das Papier wieder seinem 52-Wochen-Hoch an, das bei 25,00 SEK liegt.
Das Jahr 2026 bleibt für SeaTwirl eine Phase der technischen Validierung und Standortprüfung. Während die aktuelle Arbeit die Grundlage für die Systemanforderungen legt, ist der Start der Fertigung und Installation großer Demonstrationseinheiten für das Jahr 2027 geplant. Mit dem Amtsantritt der neuen CFO im Mai und dem Abschluss der Designphase des Verti-Go-Projekts zum Jahresende stehen die nächsten operativen Fixpunkte fest.
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