Die Aktie von Seatwirl gleicht derzeit einer Achterbahnfahrt. Nach einem deutlichen Rücksetzer zur Wochenmitte meldet sich der schwedische Spezialist für schwimmende Windkraftanlagen mit zweistelligen Gewinnen zurück. Anleger reagieren damit auf eine Mischung aus hoher Volatilität und operativen Meilensteinen.
Volatilität prägt das Kursbild
Am Freitag kletterte der Kurs um knapp elf Prozent auf 31,90 SEK. Damit machte das Papier den Einbruch vom Mittwoch fast vollständig wett. Die Schwankungsbreite bleibt jedoch enorm: Die annualisierte Volatilität liegt aktuell bei rund 140 Prozent.
Der Titel bewegt sich weiterhin in einer breiten Spanne. Das 52-Wochen-Hoch markierte die Aktie Ende März bei 36,90 SEK. Trotz der jüngsten Erholung notiert der Wert noch immer rund 13 Prozent unter diesem Spitzenwert.
Fokus auf das Projekt VERTI-GO
Operativ drückt Seatwirl unterdessen aufs Tempo. Das Unternehmen hat seine Belegschaft seit Jahresbeginn verdoppelt, um den Übergang von der Entwicklung zur Umsetzung zu stemmen. Im Zentrum steht das EU-geförderte Projekt VERTI-GO.
Das Ziel ist die Demonstration einer schwimmenden 2-Megawatt-Anlage. Horizon Europe unterstützt das Vorhaben mit 15 Millionen Euro. Die Designphase für die neue Turbinengeneration soll bis Ende 2026 laufen.
Neue Impulse im Management
Parallel zum technischen Ausbau ordnet Seatwirl die Führung neu. Pia Tegborg übernahm am 1. Mai den Posten der Finanzchefin. Bereits im März wechselte das Unternehmen den zertifizierten Berater zu Tapper Partners.
Die Technologie setzt auf eine vertikale Achse und einen niedrigen Schwerpunkt, um Wartungsarbeiten auf See zu vereinfachen. Die Designphase für das aktuelle Großprojekt läuft bis Ende 2026.
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