Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Seagate Aktie: Morgan-Stanley-Gegenwind?
Symbolbild, KI-generiert

Seagate Aktie: Morgan-Stanley-Gegenwind?

Morgan Stanley und Bank of America erhöhen ihre Seagate-Kursziele; die Ergebnisse für das erste Geschäftsquartal 2027 folgen am 27. Oktober.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Seagate-Aktie binnen 30 Tagen 31 Prozent niedriger
  • Morgan Stanley setzt Kursziel auf 1.200 Dollar
  • Bank of America erhöht Ziel ebenfalls auf 1.200 Dollar
  • Quartalszahlen erscheinen am 27. Oktober nach Börsenschluss

Seagate gerät in den Spannungsbogen zwischen Sorgen um die KI-Ausgaben und besseren Signalen aus dem Festplattenmarkt. Medienberichten zufolge prägten gestern erneut Bedenken gegen die KI-Investitionen die breite Marktschwäche. Ein eigener Auslöser bei Seagate ist damit nicht belegt. Für Anleger ist diese Unterscheidung wichtig: Die allgemeine Stimmung und die Einschätzung des Festplattengeschäfts weisen derzeit nicht in dieselbe Richtung.

Allgemeine Skepsis trifft auf Wettbewerbsfragen

Die Sorgen um KI-Ausgaben sind von einem weiteren Belastungsfaktor zu trennen. Frühere Kursverluste bei Seagate und anderen Festplattenwerten standen auch im Zusammenhang mit Berichten über einen geplanten Kapazitätsausbau von Toshiba. Dahinter steht eine Wettbewerbsfrage, nicht dieselbe Debatte wie bei den Investitionsbudgets für künstliche Intelligenz.

Beide Themen können die Bewertung belasten. Sie liefern aber unterschiedliche Maßstäbe für die weitere Einordnung: Bei den KI-Ausgaben geht es um die Ausgabenbereitschaft, beim angekündigten Ausbau um den Wettbewerb. Toshibas Vorhaben ist dabei als Planung zu behandeln, nicht als bereits vollzogene Kapazitätserweiterung.

Die 30-Tage-Veränderung von -31% zeigt, wie deutlich die Seagate-Aktie bereits unter Druck geraten ist. Sie erklärt jedoch nicht, welchen Anteil die einzelnen Sorgen an den Verlusten haben.

Höhere Kursziele setzen einen Gegenakzent

Den Belastungen stehen optimistischere Einschätzungen zum Festplattenmarkt gegenüber. Medienberichten zufolge erhöhte Morgan Stanley am Dienstag das Seagate-Kursziel von $1.187 auf $1.200. Das Haus behielt seine überdurchschnittliche Gewichtung bei und machte Seagate erneut zum bevorzugten Wert im Bereich IT-Hardware.

Zur Begründung verwies Morgan Stanley auf stärkere fundamentale Bedingungen im Festplattenmarkt. Zudem lägen die Preise am Spotmarkt über den vertraglich vereinbarten Preisen. Diese Einschätzung bildet einen konkreten Gegenpol zur allgemeinen Verunsicherung.

Am Mittwoch hob auch Bank of America das Kursziel an: von $1.150 auf $1.200. Die Kaufempfehlung blieb bestehen. Die Zielanhebungen sind allerdings Analysteneinschätzungen und keine bereits gemeldeten Geschäftsergebnisse.

Geschäftszahlen liefern den nächsten Bezugspunkt

Seagate wird am 27. Oktober nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das erste Geschäftsquartal 2027 veröffentlichen. Anschließend ist eine Telefonkonferenz vorgesehen, wie das Unternehmen angekündigt hat.

Damit steht ein konkreter Termin für die geschäftliche Einordnung fest. Entscheidend wird sein, wie sich die tatsächliche Entwicklung zu den Erwartungen an den Festplattenmarkt verhält. Die höhere Zuversicht der Analysten und die jüngste Marktskepsis sind bis dahin getrennte Signale – keine austauschbaren Aussagen über Seagates Geschäft.

Anzeige

Stand heute, 24. Oktober: Seagate Technology – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Seagate Technology investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 24. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Seagate Technology: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Seagate Technology

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.