Seagate Technology bereinigt eine schwere Altlast. Der US-Speicherspezialist einigte sich vorläufig auf eine Millionenzahlung, um eine Sammelklage von Aktionären beizulegen.
175 Millionen US-Dollar zahlt der Konzern, um Vorwürfe aus der Welt zu schaffen, er habe Investoren über die Einhaltung von US-Exportregeln getäuscht. Im Kern ging es um Lieferungen an den sanktionierten chinesischen Konzern Huawei. Diese Geschäfte hatten ein Volumen von mehr als 1,1 Milliarden Dollar.
Klage gegen das Management
Die Einigung wurde als vorläufiger Vergleich bei einem Bundesgericht in San Francisco eingereicht. Eine richterliche Bestätigung steht noch aus. Die Klage richtete sich nicht nur gegen das Unternehmen selbst, sondern nahm auch CEO Dave Mosley und Finanzchef Gianluca Romano persönlich in die Pflicht.
An der Börse löst das Ende der juristischen Unsicherheit Erleichterung aus. Die Aktie markierte jüngst ein Allzeithoch bei 800 Euro. Damit setzt sich die Rally fort, die den Kurs seit Jahresbeginn um rund 226 Prozent nach oben getrieben hat.
Fokus auf KI-Infrastruktur
Der massive Kursanstieg fußt auf dem Hunger der Rechenzentren nach Speicherkapazität für Künstliche Intelligenz. Parallel dazu hat Seagate seine Bilanz gestrafft. Rund 185,9 Millionen Dollar an umtauschbaren Anleihen wurden durch den Tausch in eine Kombination aus Cash und Aktien getilgt.
Im Juni präsentiert das Management auf einer Technologiekonferenz der Bank of America. Im Mittelpunkt stehen die Mozaic-3+-Plattform und der Hochlauf der HAMR-Technologie. Cloud-Anbieter skalieren ihre Kapazitäten derzeit aggressiv, was die Lieferzeiten des Marktführers in den Fokus rückt.
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