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Symbolbild, KI-generiert

Scout24 Aktie: Umsatz schlägt Marge

Spanische Zukäufe beschleunigen Scout24s Erlöse, während die operative Marge sinkt; für 2026 erwartet der Konzern rund 18 Prozent Umsatzwachstum.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Quartalsumsatz steigt auf 198 Millionen Euro
  • Spanien-Zukäufe erklären knapp die Hälfte des Wachstums
  • Bereinigte Marge fällt auf 60,9 Prozent
  • Scout24 erwartet 2026 rund 18 Prozent Umsatzplus

Starkes Wachstum, aber eine schrumpfende Marge: Scout24 hat im dritten Quartal beides geliefert und zieht daraus eine leicht optimistischere Umsatzprognose. Die Aktie legte am Mittwoch zeitweise um fast fünf Prozent zu und zählte zu den Gewinnern im DAX.

Zukäufe in Spanien treiben die Erlöse

Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um fast ein Fünftel auf 198 Millionen Euro. Bereinigt um die Übernahme der spanischen Plattformen Fotocasa und Habitaclia lag das Plus bei zehn Prozent. Der Zukauf erklärt also knapp die Hälfte des Wachstums.

Das bereinigte Ebitda wuchs um 16 Prozent auf knapp 121 Millionen Euro. Weil der Umsatz schneller zulegte als das operative Ergebnis, ging die Marge um zwei Prozentpunkte auf 60,9 Prozent zurück.

Getragen wurde das Quartal vor allem von der Nachfrage nach Abonnements im Professional-Segment. Auch im Private-Segment verzeichnete das Unternehmen Zuwächse. Scout24 setzt dabei zunehmend auf KI-Assistenten.

Prognose leicht angehoben

Konzernchef Ralf Weitz rechnet für 2026 nun mit einem Umsatzplus von rund 18 Prozent. Bislang hatte die Spanne bei 16 bis 18 Prozent gelegen. Die Marge soll weiterhin bis zu 61 Prozent erreichen, bereinigt um die Spanien-Effekte bis zu 64 Prozent.

Zum Vergleich: 2025 hatte Scout24 den Umsatz um 15 Prozent auf 650 Millionen Euro gesteigert, bei einer operativen Marge von 62,5 Prozent. Weitz zeigte sich zuversichtlich, die Dynamik auch 2027 fortführen zu können.

Jefferies-Analyst Giles Thorne sprach von einem insgesamt soliden Zahlenwerk. Umsatz und bereinigtes operatives Ergebnis fielen etwas besser aus als erwartet. Im frühen Handel notierte die Aktie bei 86,50 Euro, womit sie ihre jüngste Erholung fortsetzte und wieder eine leicht positive Jahresbilanz erreichte.

Der Marktreaktion nach zu urteilen, wiegt für Investoren das Wachstum schwerer als der Margenrückgang. Dieser ist größtenteils zukaufsbedingt: Ohne die Spanien-Effekte peilt Scout24 für das Gesamtjahr weiterhin bis zu 64 Prozent Marge an und liegt damit über dem Vorjahreswert.

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Diskussion zu Scout24

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.