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Scottish Mortgage: 24 Prozent Widerstand bei HV

Scottish Mortgage Trust sieht sich mit Aktionärsprotesten konfrontiert. Die Aktie fällt, während der Einfluss von SpaceX im Portfolio wächst.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursverlust von über einem Prozent
  • 24 Prozent stimmten gegen Aktienausgabe
  • SpaceX dominiert nun das Portfolio
  • Neue 250-Millionen-Reserve für Privatinvestments

Scottish Mortgage kämpft mit Gegenwind an mehreren Fronten. Bei der jüngsten Hauptversammlung verweigerten viele Aktionäre dem Vorstand die Gefolgschaft. Das sorgt für Unruhe bei einem der bekanntesten Tech-Investoren Europas.

Am Montag sank der Kurs um 1,22 Prozent auf 16,94 Euro. Damit weitete sich der Abstand zum Jahreshoch auf rund 13 Prozent aus. Das Papier gehört aktuell zu den schwächsten Werten im britischen Leitindex FTSE 100.

Widerstand gegen Kapitalmaßnahmen

Besonders ein Punkt erhitzte die Gemüter der Investoren: die Ausgabe neuer Aktien unter dem inneren Wert. Rund 24 Prozent der Aktionäre stimmten gegen diesen Plan. Der Trust notiert bereits mit einem deutlichen Abschlag zu seinem Nettoinventarwert.

Das Management versucht, diesen Abstand durch massive Aktienrückkäufe zu verringern. Dennoch bleibt die Differenz zwischen dem Börsenkurs und dem Wert der Beteiligungen groß. Der Vorstand kündigte nun an, das Gespräch mit den kritischen Anteilseignern zu suchen.

Die neue Dominanz von SpaceX

Das Portfolio hängt zunehmend von Elon Musks Raumfahrtkonzern ab. Nach dem Börsengang im Juni macht SpaceX etwa 25 Prozent des Trusts aus. Da die Aktie nun täglich an der Börse schwankt, steigt die Volatilität des gesamten Portfolios.

Zuvor bewertete das Management die Beteiligung als privates Unternehmen nur periodisch. Jetzt beeinflussen die täglichen Marktschwankungen den Wert des Trusts unmittelbar. Die jährliche Volatilität liegt derzeit bei knapp 30 Prozent.

Die Strategie verlagert sich parallel dazu weiter Richtung neuer Wachstumsthemen. Die Manager investierten zuletzt in den Batteriehersteller CATL und das KI-Unternehmen Minimax. Den langjährigen Anteil am Online-Händler Wayfair haben sie dagegen vollständig veräußert.

Der Trust verfügt über eine neue Reserve von 250 Millionen Pfund für private Investments. Diese Summe darf das Management auch bei Überschreiten der üblichen Grenzen investieren. Die künftige Entwicklung hängt nun maßgeblich an der Bewertung der großen Tech-Positionen.

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Diskussion zu Scottish Mortgage Investment

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.