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Symbolbild, KI-generiert

Schneider Electric will Shelly Group für 1,2 Milliarden Euro kaufen

Die Shelly-Führung unterstützt das Übernahmeangebot; der Abschluss ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 70 Euro je Aktie in bar geboten
  • Gründer sagen Unterstützung für Angebot zu
  • Mindestannahmequote von 95 Prozent erforderlich
  • Vollzug im ersten Quartal 2027 angestrebt

Schneider Electric greift nach der bulgarischen Shelly Group, um sein Geschäft mit vernetzter Gebäudetechnik auszubauen. Der französische Industriekonzern bietet 70 Euro je Aktie in bar. Damit bewerten die Franzosen den im SDAX notierten Smart-Home-Spezialisten mit rund 1,2 Milliarden Euro. Die Führungsgremien von Shelly unterstützen die Offerte, die einen Aufschlag von bis zu 27 Prozent auf den Referenzkurs von Ende Juli 2026 beinhaltet.

An der Börse sorgte die Ankündigung für deutliche Bewegung. Die Papiere von Shelly kletterten am Donnerstagmittag um 4,2 Prozent auf 67,10 Euro. Damit setzte sich der Titel an die Spitze des SDAX. Die Anteile von Schneider Electric verzeichneten derweil moderate Zuwächse.

Gründer sichern Mehrheit der Stimmen zu

Das Vorhaben stützt sich auf eine breite Basis im Aktionariat. Die beiden Unternehmensgründer, die zusammen rund 57 Prozent der Anteile halten, haben ihre Unterstützung zugesagt. Co-Vorstandschef Dimitar Dimitrov will seinen Anteil von rund 29 Prozent andienen und einen Teil des Erlöses reinvestieren. Auch Mitgründer Svetlin Todorov plant, seine Beteiligung von rund 28 Prozent in zwei Tranchen abzugeben.

Schneider Electric verpflichtet sich im Gegenzug, den Hauptsitz sowie die Belegschaft in Bulgarien für mindestens drei Jahre nach Vollzug zu sichern. Das operative Führungsduo aus Dimitrov und Wolfgang Kirsch soll das Unternehmen weiterhin leiten.

Strategischer Ausbau des Smart-Home-Geschäfts

Für die Franzosen fügt sich der Zukauf nahtlos in die bestehende Struktur ein. Der Konzern betreibt mit EcoStruxure bereits eine Plattform für vernetzte Steuerungssysteme in Industrie und Gewerbe. Shelly bringt als Anbieter von smarten Steckdosen, Schaltern und Sensoren eine starke Position bei privaten Verbrauchern ein. Die Bulgaren wandelten sich zuletzt verstärkt zu einer Softwareplattform für das Energiemanagement in Gebäuden.

Einfach wird der Weg zum Vollzug allerdings nicht. Schneider Electric knüpft das Angebot an eine Mindestannahmeschwelle von 95 Prozent des Grundkapitals. Erreichen die Franzosen diese Marke, streben sie ein Delisting der Papiere von den Börsen in Frankfurt und Sofia an. Die behördliche Freigabe durch die bulgarische Finanzaufsicht wird für Ende November oder Anfang Dezember 2026 erwartet. Den endgültigen Abschluss der Übernahme peilen beide Konzerne für das erste Quartal 2027 an.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.