Der französische Energie- und Automatisierungstechnik-Konzern hat im Rahmen seines Kapitalmarkttages am Donnerstag ambitionierte Pläne für die kommenden Jahre vorgelegt. Die Veranstaltung fand im McLaren Technology Center im britischen Woking statt – und die dort verkündeten Zahlen dürften bei Anlegern für Aufmerksamkeit sorgen.
Im Mittelpunkt steht ein massives Aktienrückkaufprogramm: Zwischen 2,5 und 3,5 Milliarden Euro will das Unternehmen bis 2030 in eigene Papiere investieren. Parallel dazu kündigte Schneider Electric ein Veräußerungsprogramm an, das Geschäftsbereiche mit einem Umsatzvolumen von 1,0 bis 1,5 Milliarden Euro umfassen soll – ebenfalls bis 2030.
Wachstumskurs bestätigt
Für den Zeitraum 2026 bis 2030 peilt der Konzern ein organisches Umsatzwachstum von jährlich 7 bis 10 Prozent an. Die Prognose ist nicht völlig neu: Ein ähnliches Wachstumstempo strebt das Unternehmen bereits für das laufende Jahr an. Neu ist jedoch, dass diese Dynamik nun offiziell auch für die nächsten fünf Jahre festgeschrieben wurde.
Zusätzlich plant Schneider Electric, die bereinigte operative Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um insgesamt 250 Basispunkte zu steigern. Die Cash Conversion Ratio – ein wichtiger Indikator für die Fähigkeit, Gewinne in liquide Mittel umzuwandeln – soll bei rund 100 Prozent liegen.
Doppelstrategie aus Expansion und Verschlankung
Die Kombination aus Aktienrückkäufen und geplanten Verkäufen zeigt die strategische Neuausrichtung: Einerseits will das Management durch den Rückkauf eigener Anteile den Aktienkurs stützen und Vertrauen signalisieren. Andererseits soll durch gezielte Veräußerungen das Portfolio gestrafft werden, um sich auf margenstarke Kernbereiche zu konzentrieren.
Das dürfte Anleger freuen, die auf eine höhere Kapitaleffizienz hoffen. Die angekündigten Maßnahmen sollen bis Ende des Jahrzehnts vollständig umgesetzt sein – ein klarer zeitlicher Rahmen, der Verbindlichkeit schafft.
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