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SBO Aktie: Herausforderungen ungelöst!

Trotz deutlicher Kursgewinne stuft Kepler Cheuvreux Schoeller-Bleckmann auf 'Reduce' herab. Grund sind ein starker Umsatzrückgang und eine drastische Dividendenkürzung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Analysten senken Rating trotz Kurszielanhebung
  • Umsatz fällt um fast ein Fünftel
  • Dividendenvorschlag sinkt um 62 Prozent
  • Aktie notiert über neuem Kursziel

Die jüngste Kursrallye der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) stößt auf Skepsis. Während das Papier seit Jahresbeginn fast 22 Prozent zulegte, zieht das Analysehaus Kepler Cheuvreux nun die Reißleine. Trotz einer Anhebung des Kursziels von 25 auf 32 Euro stuften die Experten den Titel von „Hold“ auf „Reduce“ herab. Der Grund: Die Bewertung an der Börse hat sich zunehmend von der nüchternen operativen Realität entkoppelt.

Operative Schwäche und Dividenden-Kürzung

Hinter der Herabstufung steht eine schwierige Geschäftslage im Ölfeldausrüster-Sektor. SBO kämpft mit einem Umsatzrückgang von rund 19 Prozent innerhalb der letzten zwölf Monate. Besonders der schwache Auftragseingang trübt die kurzfristigen Aussichten. Diese Entwicklung schlägt sich nun massiv in der Gewinnbeteiligung für die Aktionäre nieder.

Die Dividendenentwicklung verdeutlicht den Druck auf den Cashflow:
– Geschäftsjahr 2023: 2,00 €
– Geschäftsjahr 2024: 1,75 €
– Geschäftsjahr 2025: 0,75 € (Vorschlag)

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Dieser Rückgang der Ausschüttung um 62 Prozent im Jahresvergleich unterstreicht die Vorsicht des Vorstands. Da etwa 58 Prozent des Gesamtumsatzes im US-Markt generiert werden, bleibt das Unternehmen hochgradig von der dortigen Investitionsbereitschaft der Ölindustrie abhängig.

Charttechnik und Bewertung im Konflikt

Zuletzt notierte die Aktie bei 34,70 Euro und damit deutlich über dem neuen Kursziel der Analysten. Zwar liegt der Kurs weiterhin über dem 200-Tage-Durchschnitt von 29,95 Euro, doch das Risiko einer Korrektur nimmt zu. Kepler Cheuvreux sieht beim aktuellen Kursniveau ein ungünstiges Chance-Risiko-Profil, da die Aktie bereits nah an ihrem 52-Wochen-Hoch von 37,10 Euro gehandelt wurde, ohne dass die fundamentalen Daten diese Bewertung stützen.

Eine spürbare operative Besserung prognostiziert Kepler Cheuvreux frühestens für Mitte 2026. Bis dahin müssen die kommenden Quartalsmeldungen zeigen, ob die Dynamik beim Auftragseingang ausreicht, um die schrumpfenden Margen zu stabilisieren. Ohne eine Trendwende bei den Buchungen bleibt die Aktie anfällig für Gewinnmitnahmen.

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Diskussion zu SBO

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.