Die jüngste Kursrallye der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) stößt auf Skepsis. Während das Papier seit Jahresbeginn fast 22 Prozent zulegte, zieht das Analysehaus Kepler Cheuvreux nun die Reißleine. Trotz einer Anhebung des Kursziels von 25 auf 32 Euro stuften die Experten den Titel von „Hold“ auf „Reduce“ herab. Der Grund: Die Bewertung an der Börse hat sich zunehmend von der nüchternen operativen Realität entkoppelt.
Operative Schwäche und Dividenden-Kürzung
Hinter der Herabstufung steht eine schwierige Geschäftslage im Ölfeldausrüster-Sektor. SBO kämpft mit einem Umsatzrückgang von rund 19 Prozent innerhalb der letzten zwölf Monate. Besonders der schwache Auftragseingang trübt die kurzfristigen Aussichten. Diese Entwicklung schlägt sich nun massiv in der Gewinnbeteiligung für die Aktionäre nieder.
Die Dividendenentwicklung verdeutlicht den Druck auf den Cashflow:
– Geschäftsjahr 2023: 2,00 €
– Geschäftsjahr 2024: 1,75 €
– Geschäftsjahr 2025: 0,75 € (Vorschlag)
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Dieser Rückgang der Ausschüttung um 62 Prozent im Jahresvergleich unterstreicht die Vorsicht des Vorstands. Da etwa 58 Prozent des Gesamtumsatzes im US-Markt generiert werden, bleibt das Unternehmen hochgradig von der dortigen Investitionsbereitschaft der Ölindustrie abhängig.
Charttechnik und Bewertung im Konflikt
Zuletzt notierte die Aktie bei 34,70 Euro und damit deutlich über dem neuen Kursziel der Analysten. Zwar liegt der Kurs weiterhin über dem 200-Tage-Durchschnitt von 29,95 Euro, doch das Risiko einer Korrektur nimmt zu. Kepler Cheuvreux sieht beim aktuellen Kursniveau ein ungünstiges Chance-Risiko-Profil, da die Aktie bereits nah an ihrem 52-Wochen-Hoch von 37,10 Euro gehandelt wurde, ohne dass die fundamentalen Daten diese Bewertung stützen.
Eine spürbare operative Besserung prognostiziert Kepler Cheuvreux frühestens für Mitte 2026. Bis dahin müssen die kommenden Quartalsmeldungen zeigen, ob die Dynamik beim Auftragseingang ausreicht, um die schrumpfenden Margen zu stabilisieren. Ohne eine Trendwende bei den Buchungen bleibt die Aktie anfällig für Gewinnmitnahmen.
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