Die DZ Bank sieht bei der Sartorius-Vorzugsaktie zwar Fortschritte bei der Entschuldung, bleibt beim Blick auf das Kurspotenzial jedoch zurückhaltend. Trotz eines leicht angehobenen fairen Werts dämpft die anspruchsvolle Marktbewertung die Erwartungen für das laufende Jahr. Kann der Laborausrüster die Skepsis der Analysten durch operatives Wachstum entkräften?
Analyst Sven Kürten hat den fairen Wert für das Papier von zuvor 205 Euro auf nun 216 Euro nach oben korrigiert. An der Einstufung „Halten“ ändert dies jedoch nichts. Während die Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 punktgenau die Markterwartungen traf, bewertet die DZ Bank den Ausblick für 2026 als leicht enttäuschend.
Entschuldung gegen hohe Bewertung
Ein zentraler Lichtblick in der Analyse ist die konsequente Reduzierung der Verbindlichkeiten. Diese finanzielle Disziplin stützt das Fundament des Konzerns, nachdem die Verschuldung in der Vergangenheit ein kritischer Punkt war. Dennoch sieht Kürten das kurz- und mittelfristige Potenzial der Vorzugsaktie als limitiert an.
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Der Hauptgrund für die Zurückhaltung liegt in der Preisfindung am Markt. Mit einem aktuellen Kurs von 230,70 Euro notiert das Papier bereits deutlich über dem von der DZ Bank veranschlagten fairen Wert von 216 Euro. Die Analysten signalisieren damit, dass künftige Erfolge bereits weitgehend eingepreist sind. Operative Fortschritte müssten daher deutlich über den Erwartungen liegen, um neue Dynamik zu entfachen.
Marktlage und technisches Bild
Nach einem deutlichen Rücksetzer am Montag stabilisiert sich der Titel heute mit einem Plus von 1,10 %. Technisch gesehen befindet sich die Aktie in einer extremen Zone: Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt mit einem Wert von 23 im überverkauften Bereich, was oft ein Signal für eine kurzfristige Gegenbewegung ist. Dennoch bleibt der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt mit rund sechs Prozent deutlich negativ, was den bestehenden Abwärtstrend unterstreicht.
Für das laufende Jahr 2026 hat das Management ein währungsbereinigtes Umsatzplus zwischen fünf und neun Prozent angepeilt. Ob die Aktie ihren Boden nachhaltig findet, hängt primär davon ab, ob Sartorius diese Wachstumsziele in den kommenden Quartalsberichten bestätigen oder übertreffen kann, um die aktuell anspruchsvolle Bewertung zu rechtfertigen.
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