Startseite » DAX » SAP: Saueressig kauft eigene Aktien
Symbolbild, KI-generiert

SAP: Saueressig kauft eigene Aktien

SAP erwarb weitere eigene Aktien und verzeichnete einen Insiderkauf. Zugleich wurden Analysten vorsichtiger, während der Oktober-Termin näher rückt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • SAP kaufte 676.583 eigene Aktien
  • Vorstandsmitglied erwarb SAP-Aktien
  • Analystenurteile zuletzt zurückhaltender
  • Quartalszahlen folgen am 21. Oktober

SAP hat am Dienstag die fünfte Zwischenmeldung zum laufenden Aktienrückkaufprogramm 2026 veröffentlicht. In der Woche vom 24. bis 28. August erwarb der Konzern über die Handelsplattform XETRA insgesamt 676.583 eigene Aktien. Das Rückkaufprogramm läuft damit unbeirrt weiter, während sich die Analysteneinschätzungen zum Papier zuletzt eintrübten.

Parallel zur Rückkaufmeldung wurde ein Directors‘ Dealing bekannt: Vorstandsmitglied Thomas Heinrich Saueressig hat eigene SAP-Aktien gekauft. Solche Insiderkäufe gelten unter Anlegern traditionell als Vertrauenssignal, gerade in Phasen, in denen der Kurs unter Druck steht oder Analysten zurückhaltender werden.

Rückkaufprogramm als Stabilitätsanker

Die kontinuierlichen Rückkäufe fügen sich in eine Phase ein, in der die SAP-Aktie ihre Erholung vom Jahrestief fortsetzt, aber noch deutlich unter ihren Höchstständen notiert. Am Freitag schloss das Papier bei 185,10 Euro, ein Minus von 0,6 Prozent auf Tagesbasis. Auf Wochensicht steht ein Rückgang von 3,0 Prozent zu Buche, während sich der Kurs auf Monatssicht um 8,9 Prozent verbessert hat.

Die Kombination aus systematischen Rückkäufen und dem Insiderkauf eines Vorstandsmitglieds signalisiert Zuversicht aus dem Unternehmen selbst – unabhängig davon, wie der Markt die kurzfristigen Wachstumsaussichten bewertet. Für Anleger, die auf Substanz und Kapitalallokation schauen, bleibt das Rückkaufprogramm damit ein wiederkehrendes Argument gegen übertriebene Verkaufsdynamik.

Blick auf den Herbst

Nach den jüngsten Kursbewegungen richtet sich der Fokus nun auf den nächsten großen Termin: SAP wird die Zahlen zum dritten Quartal 2026 am 21. Oktober veröffentlichen. Bis dahin dürfte das Zusammenspiel aus Rückkaufdisziplin, Insiderverhalten und der allgemeinen Marktstimmung rund um Softwarewerte den Kursverlauf prägen.

Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 242,00 Euro, das am 23. Oktober 2025 markiert wurde, beträgt weiterhin 24 Prozent. Gleichzeitig liegt der aktuelle Kurs rund 45 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 127,52 Euro, das im Juli dieses Jahres erreicht wurde. Diese Spanne verdeutlicht, wie volatil das Jahr für SAP-Aktionäre bislang verlaufen ist – von deutlichen Verlusten seit Jahresbeginn bis zu einer spürbaren Erholung in den vergangenen Wochen.

Für Investoren bleibt die Gemengelage zweigeteilt: Auf der einen Seite stehen operative Signale wie das Rückkaufprogramm und der Insiderkauf, die für Vertrauen in die eigene Bewertung sprechen. Auf der anderen Seite dämpfen skeptischere Analystenstimmen aus dem Spätsommer die kurzfristige Euphorie. Der Oktober-Termin dürfte zeigen, welche der beiden Kräfte am Ende überwiegt.

Anzeige

SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 5. September liefert die Antwort:

Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu SAP

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.