SAP hat eine der dichtesten Kalenderwochen des Jahres vor sich. Quartalszahlen, Hauptversammlung, laufendes Milliarden-Rückkaufprogramm — und im Hintergrund eine offene Übernahme. Das alles trifft auf eine Aktie, die seit Jahresbeginn rund 24 Prozent verloren hat und gerade erst versucht, Boden zu finden.
23. April: Cloud-Dynamik unter der Lupe
Der wichtigste Termin ist die Veröffentlichung der Q1-Zahlen am 23. April. CEO Christian Klein und CFO Dominik Asam erläutern die Ergebnisse ab 22:05 Uhr MESZ in einer Analystenkonferenz.
Der Konsens gibt eine klare Messlatte vor: Analysten erwarten einen Umsatz von 9,56 Milliarden Euro — sechs Prozent mehr als im Vorjahr — sowie einen Gewinn je Aktie von 1,64 Euro. Für das Gesamtjahr liegt die Erwartung bei rund 40,6 Milliarden Euro.
Zwei Faktoren könnten die Zahlen belasten. Großkunden zögern bei Cloud-Projekten, weil US-Handelsbeschränkungen Unsicherheit schüren. Fertigungs- und Industriekunden sitzen auf engeren IT-Budgets. Wie stark sich das in den Buchungen niederschlägt, zeigt sich erstmals in harten Zahlen.
Neu hinzu kommt das veränderte Preismodell: KI-Dienste sollen künftig nutzungsabhängig abgerechnet werden. SAP will damit höhere Durchschnittsumsätze pro Kunde erzielen. Ob Unternehmenskunden dieses Modell annehmen, dürfte die Präsentation am 23. April erstmals belegen.
Hauptversammlung, Dividende, Rückkauf
Am 5. Mai folgt die virtuelle Hauptversammlung. Auf der Tagesordnung steht die Abstimmung über eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie. Bei Zustimmung wäre sie am 8. Mai fällig.
Parallel kauft SAP weiter eigene Aktien zurück. Bis spätestens 27. Juli will das Unternehmen Aktien im Wert von bis zu 2,6 Milliarden Euro erwerben. Das ist die erste Tranche eines zweijährigen Programms mit einem Gesamtrahmen von bis zu 10 Milliarden Euro.
Reltio: Übernahme ohne Preisschild
Im Hintergrund läuft die geplante Übernahme des Datenspezialisten Reltio. Dessen Technologie soll Unternehmensdaten KI-bereit machen — unabhängig davon, ob sie in SAP-Systemen oder bei anderen Anbietern liegen. SAP will damit sowohl klassische Analyse-Workloads als auch KI-Agenten bedienen.
Den Abschluss erwartet SAP in Q2 oder Q3 2026. Finanzielle Details hat das Unternehmen bislang nicht kommuniziert.
Die Aktie notiert aktuell bei 153,40 Euro — rund 10 Prozent über dem Jahrestief vom 10. April, aber noch deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Die Q1-Zahlen am Mittwochabend werden zeigen, ob die operative Basis trägt oder ob der Erholungsversuch erneut ins Stocken gerät.
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