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SAP Aktie: Ungewohnt schwach?

SAP reagiert auf Kursverluste nach verfehltem Cloud-Ziel mit einem 10-Milliarden-Euro-Aktienrückkaufprogramm. Insider-Käufe und eine stabile Dividende sollen das Anlegervertrauen zurückgewinnen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Cloud-Wachstum verfehlt eigene Prognose knapp
  • Massives Rückkaufprogramm über 10 Milliarden Euro gestartet
  • Finanzvorstand kauft Aktien im Millionenwert
  • Analysten halten trotz Kurszielsenkungen an Kaufempfehlungen fest

Trotz Rekordgewinnen und starkem Cashflow reagieren Anleger nervös auf die jüngste Entwicklung beim Walldorfer Software-Konzern. Ein verfehltes Ziel im strategisch entscheidenden Cloud-Geschäft schickte den Kurs zuletzt auf Talfahrt. Nun versucht das Management, mit einem massiven Rückkaufprogramm und Insider-Käufen das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen.

Der wunde Punkt im Auftragsbuch

Auf den ersten Blick lieferte SAP für das Geschäftsjahr 2025 beeindruckende Zahlen: Der operative Gewinn verdoppelte sich fast, und der Free Cashflow sprang um 95 Prozent auf 8,24 Milliarden Euro. Doch die Börse handelt die Zukunft, und hier gab es einen Dämpfer.

Das währungsbereinigte Wachstum des Cloud-Backlogs – eine Schlüsselkennzahl für zukünftige Einnahmen – lag im vierten Quartal bei 25 Prozent. Das klingt solide, verfehlte jedoch die eigene Prognose des Managements von 26 Prozent knapp. Diese Diskrepanz bestrafte der Markt sofort: Die Aktie verlor in der Spitze bis zu 16 Prozent und notiert seit Jahresanfang rund 14 Prozent im Minus bei aktuell 173,72 Euro.

Die Antwort: Rückkäufe und Insider-Signale

Als Reaktion auf den Vertrauensverlust steuert die Konzernführung finanziell dagegen. SAP hat ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro bis Ende 2027 gestartet. Die erste Tranche läuft bereits; allein Ende Februar wurden fast 300.000 Aktien vom Markt genommen. Zusätzlich schlägt das Management eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie vor.

Dass die Führungsetage die aktuelle Bewertung nach dem Rücksetzer für attraktiv hält, zeigen auch persönliche Investments. Finanzvorstand Dominik Asam kaufte Ende Januar Aktien im Wert von über einer Million Euro. Solche „Directors‘ Dealings“ werden am Markt oft als Indikator gewertet, dass Insider die fundamentale Lage besser einschätzen als der aktuelle Börsenkurs es widerspiegelt.

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Analysten senken Ziele, bleiben aber „Bullish“

Die Analystengemeinde reagierte differenziert auf die jüngsten Ereignisse. Banken wie BMO Capital Markets und UBS senkten zwar ihre Kursziele – BMO beispielsweise von 320 auf 245 US-Dollar –, hielten aber an ihren Kaufempfehlungen fest.

Der Tenor ist eindeutig: Die grundlegende Migrationsstory hin zur Cloud und die Integration von „Business AI“ bleiben intakt, auch wenn das Wachstum kurzfristig stottert. Ein Unsicherheitsfaktor bleibt jedoch das laufende Wettbewerbsverfahren der EU-Kommission, das Investoren im Hinterkopf behalten müssen.

Entscheidender Termin im April

Für Anleger richtet sich der Blick nun auf den 23. April 2026. Die an diesem Tag erwarteten Zahlen zum ersten Quartal müssen beweisen, ob die Schwäche im Auftragsbestand ein einmaliger Ausrutscher war oder ein strukturelles Problem darstellt. Nur wenn sich das Cloud-Wachstum stabilisiert, dürfte das Milliarden-Rückkaufprogramm seine volle Wirkung zur Kursstützung entfalten können.

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