Starke Geschäftszahlen 2025, ein neues Milliarden-Rückkaufprogramm — und trotzdem hat die SAP-Aktie seit Jahresbeginn rund 27 Prozent ihres Werts verloren. Nun schlägt der Konzern seinen Aktionären eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie vor. Das Datum steht fest: die ordentliche Hauptversammlung am 5. Mai 2026 in Walldorf.
Kurskorrektur trifft auf solide Dividendenbasis
Die Grundlage für den Dividendenvorschlag liefern die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2025. Der Total Cloud Backlog wuchs währungsbereinigt um 30 Prozent, das operative Ergebnis nach Non-IFRS-Methodik um 31 Prozent. Auf dieser Basis genehmigten Vorstand und Aufsichtsrat außerdem ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 10 Milliarden Euro, das im Februar 2026 startete und bis Ende 2027 laufen soll.
Der Kursrückgang erzählt eine andere Geschichte. Auslöser war der schwächer als erwartete Cloud-Ausblick für 2026, den SAP Ende Januar präsentierte. Nachdem die Unterstützungsmarken bei 165 und 150 Euro nacheinander gebrochen waren, erreichte die Aktie Ende März ein 12-Monats-Tief. JPMorgan stufte den Titel auf „Neutral“ herab und senkte das Kursziel auf 175 Euro — mit Verweis auf Wettbewerbsdruck und den laufenden Umbau hin zu Cloud- und KI-Lösungen.
KI-Monetarisierung unter Druck
Ab Juli 2026 will SAP seine KI-Dienste nicht mehr per Abonnement, sondern verbrauchsabhängig abrechnen. Das Modell tauscht planbare Erlöse gegen nutzungsbasierte Einnahmen — ein Risiko, das Anleger derzeit einpreisen. Dazu kommt ein ernüchternder Datenpunkt aus dem DSAG-Investitionsreport 2026: 77 Prozent der befragten Mitglieder, die KI produktiv einsetzen, greifen auf Nicht-SAP-Lösungen zurück. Nur drei Prozent nutzen SAPs eigene KI-Tools.
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Drei Termine bestimmen die nächsten Wochen
Für Aktionäre verdichten sich die relevanten Ereignisse im April und Mai:
- 23. April 2026: Quartalsergebnisse Q1 2026 (22:05 Uhr), Analystenkonferenz (23:00 Uhr)
- 5. Mai 2026: Ordentliche Hauptversammlung, Abstimmung über Dividende
- 8. Mai 2026: Geplante Dividendenauszahlung
SAP befindet sich aktuell in einer sogenannten Quiet Period — neue Informationen zu Ergebnissen sind bis zur Q1-Veröffentlichung eingeschränkt. Der Konsens der Analysten bleibt trotz des Kursrückgangs konstruktiv: 36 Experten erwarten für 2026 einen Gewinn je Aktie von durchschnittlich 7,31 Euro, was einem Anstieg von rund 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche.
Eine Stabilisierung des Cloud-Backlog-Wachstums am 23. April wäre das stärkste Argument gegen den laufenden Abwärtstrend. Enttäuschende Zahlen hingegen dürften den Druck auf eine Aktie erhöhen, die bereits knapp 45 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch notiert.
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