Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » SAP Aktie: UBS senkt Kursziel auf 164 Euro

SAP Aktie: UBS senkt Kursziel auf 164 Euro

Die UBS hat ihr Kursziel für SAP um über 20 Prozent gesenkt, hält aber an der Kaufempfehlung fest. Grund ist die langsame KI-Integration bei Großkunden.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • UBS senkt SAP-Kursziel auf 164 Euro
  • KI-Integration bei Kunden stockt
  • EU-Kartellverfahren eingestellt
  • Halbjahreszahlen am 23. Juli

SAP-Aktien fallen am Freitag um 2,30 Prozent auf 137,82 Euro. Der Auslöser: UBS-Analyst Michael Briest hat sein Kursziel drastisch gesenkt. Der Grund liegt tiefer als nur in einer einzelnen Analystenmeinung.

UBS kürzt Kursziel um mehr als 20 Prozent

Briest senkte sein Kursziel am 13. Juli von 205 auf 164 Euro. Das ist ein Abschlag von über 20 Prozent. Trotzdem hält er an seiner Kaufempfehlung fest — sein neues Ziel liegt noch rund 19 Prozent über dem aktuellen Kurs.

Als Grund nennt UBS die zu langsame Einführung von KI-Agenten bei SAP-Großkunden. Komplexe ERP-Systeme lassen sich nur schwer mit neuen KI-Werkzeugen verzahnen. Das bremst laut UBS die Monetarisierung der KI-Strategie. Die langfristige Investitionsthese stellt die Bank aber nicht infrage.

Gute Nachrichten verpuffen wirkungslos

Zwei positive Meldungen konnten der Aktie zuletzt nicht helfen. Die EU beendete ihr Kartellverfahren gegen SAP ohne Bußgeld. Parallel läuft ein Aktienrückkauf über bis zu 2,6 Milliarden Euro, der bis Ende Juli 2026 laufen soll.

Ein kurzer Kursanstieg auf rund 140 Euro schrieb UBS vor allem einer Sektor-Rotation zu. Diese Bewegung stufte die Bank als nicht tragfähig ein.

Zusätzlich drückt die schwache Stimmung im Softwaresektor. Auslöser der jüngsten Verkaufswelle waren enttäuschende Quartalszahlen von IBM. Der US-Konzern blieb mit 17,2 Milliarden Dollar Umsatz klar unter den Erwartungen. IBM verwies auf Kunden, die ihre IT-Budgets verstärkt in Server, Speicher und KI-Infrastruktur umschichten.

Bewertung hat sich deutlich entspannt

Nach dem Kursverfall der vergangenen Monate ist SAP günstiger geworden. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei rund 22 — nicht mehr teuer, aber weiter mit Aufschlag zum breiten Markt.

Der Kurs notiert derzeit 21,84 Prozent unter der 200-Tage-Linie von 176,34 Euro. Das zeigt, wie stark sich der langfristige Trend eingetrübt hat. Trotz der UBS-Kürzung bleiben alle Analystenziele über dem aktuellen Kurs.

Q2-Zahlen als nächster Prüfstein

Der nächste wichtige Termin steht fest: Die Halbjahreszahlen erscheinen am 23. Juli 2026 nach Börsenschluss. Die Analystenkonferenz folgt um 23:00 Uhr MESZ.

Bis dahin schweigt SAP zur aktuellen Geschäftslage — das Unternehmen befindet sich in der üblichen Quiet Period. Ob der Konzern konkrete Fortschritte bei der KI-Monetarisierung zeigen kann, entscheidet maßgeblich über die nächste Kursrichtung. Aktuell notiert die Aktie nur rund fünf Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief von 130,80 Euro.

Anzeige

SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 17. Juli liefert die Antwort:

Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu SAP

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.