SAP hat ein hartes Jahr hinter sich. Seit Januar verlor das Papier rund 29 Prozent an Wert. Am Mittwoch markierte der Kurs bei 137,62 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Jetzt zeichnet sich eine erste Gegenbewegung ab.
Am Freitagmittag notiert die Aktie bei 143,48 Euro. Das entspricht einem Tagesplus von rund 1,6 Prozent. Rückenwind liefert die Schweizer Großbank UBS. Analyst Michael Briest bestätigt seine Kaufempfehlung. Er sieht das Kursziel weiterhin bei 205 Euro. Die wachsende Komplexität der SAP-Lösungen binde Kunden laut Briest stärker an den Konzern.
KI-Agenten steuern Arbeitsabläufe
Auf der Kundenkonferenz Sapphire in Orlando präsentierte das Management eine neue Strategie. Das Ziel: das autonome Unternehmen. KI-Agenten sollen künftig geschäftskritische Prozesse eigenständig ausführen. Dafür bündelt der Konzern seine Datenstrukturen in der neuen SAP Business AI Platform.
Ein zentraler Baustein ist das Joule Studio. Kunden können dort eigene agentenbasierte Arbeitsabläufe erstellen. Um die Technologie schnell am Markt zu etablieren, greift SAP tief in die Tasche. Ein neuer Fonds stellt Partnern 100 Millionen Euro für die Implementierung bereit.
Zukäufe stärken das Cloud-Geschäft
Das operative Fundament bleibt derweil stabil. Im ersten Quartal kletterten die Cloud-Erlöse um 27 Prozent. Der währungsbereinigte Auftragsbestand in diesem Segment erreichte fast 22 Milliarden Euro. Parallel dazu kauft der Konzern gezielt Technologie zu.
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Anfang Mai schloss SAP die Übernahme des Datenanbieters Reltio ab. Aktuell integriert das Entwicklerteam die Software des Automatisierungsspezialisten n8n. SAP hatte sich kürzlich an dem Unternehmen beteiligt. Die n8n-Technologie soll KI-Agenten über verschiedene Systeme hinweg besser vernetzen.
Sicherheitswarnungen verunsichern Markt
Trotz der strategischen Fortschritte bleibt das Umfeld angespannt. Aktuelle Berichte über Sicherheitswarnungen in der Commerce Cloud und S/4HANA dämpfen die Stimmung. Solche Meldungen schrecken Investoren ab. Das Management muss die Risse in der IT-Sicherheit schnell kitten.
Die nächste Bewährungsprobe steht bereits im Kalender. Am 23. Juli 2026 präsentiert SAP die detaillierten Ergebnisse für das zweite Quartal. Dann muss der Vorstand beweisen, dass die teure KI-Offensive das Umsatzwachstum tatsächlich beschleunigt.
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