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SAP Aktie: Starke Zahlen, gedämpfte Erwartungen

SAP meldet deutliches Cloud-Wachstum und Rekord-Cashflow, doch die zurückhaltende Prognose für das laufende Jahr belastet die Aktie. Ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm soll gegensteuern.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Cloud-Umsatz 2025 um 23 Prozent gestiegen
  • Aktienkurs deutlich unter Jahreshoch und Durchschnitt
  • Größtes Aktienrückkaufprogramm der Firmengeschichte
  • Analysten bewerten Wachstumsaussichten unterschiedlich

Die Jahreszahlen 2025 können sich sehen lassen: SAP steigerte den Cloud-Umsatz um 23 Prozent auf 21 Milliarden Euro, der Free Cashflow verdoppelte sich nahezu. Trotzdem notiert die Aktie heute rund 14 Prozent unter dem Stand vom Jahresbeginn. Der Grund liegt nicht in der Vergangenheit, sondern im Blick nach vorn.

Warum der Markt zögert

Viele Investoren hatten nach dem starken Cloud-Wachstum eine aggressivere Prognose für 2026 erwartet. SAP lieferte zwar eine positive Guidance – Cloud-Umsatz zwischen 25,8 und 26,2 Milliarden Euro, Free Cashflow von rund 10 Milliarden Euro – doch das fiel etwas nüchterner aus als erhofft. Auch das Cloud-Backlog-Wachstum im vierten Quartal von 25 Prozent verfehlt knapp die intern kommunizierte Zielmarke von 26 Prozent.

BMO Capital Markets passte seine Wachstumsprognose für das Cloud-Geschäft 2026 daraufhin leicht auf 24 Prozent an, bleibt aber konstruktiv gegenüber der laufenden ERP-zu-Cloud-Migration. UBS senkte das Kursziel von 255 auf 205 Euro, hält aber am „Buy“-Rating fest. Der Analyst sieht SAP vergleichsweise gut gegen KI-Substitutionsrisiken abgesichert – begründet durch die eingebettete Komplexität der Unternehmenslösungen. Zacks Research stufte den Titel am 7. März auf „Hold“ zurück, ohne fundamentale Schwäche zu signalisieren.

Die Aktie notiert aktuell bei 173,16 Euro und damit rund 21 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts. Gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 271,60 Euro beträgt der Abstand mehr als 36 Prozent.

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Das Milliarden-Programm als Stabilisator

Als Gegengewicht zur verhaltenen Marktreaktion setzt SAP auf substanzielle Kapitalrückflüsse. Das angekündigte Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro über zwei Jahre ist das größte in der Unternehmensgeschichte. Dazu kommt eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie – ein Plus von 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. SAP hat die Ausschüttung in 25 Jahren nie gesenkt.

Ob das Programm den Kurs tatsächlich stabilisiert, hängt wesentlich davon ab, wie schnell die Cloud-Wachstumsdynamik zurückkommt. Strukturell spricht einiges dafür: Der auslaufende Support für ältere On-Premise-Systeme zwingt Bestandskunden zur Migration auf S/4HANA und sorgt für planbare Einnahmen. Jüngst machte FC Bayern München den Schritt – SAP-Referenz für die Praxistauglichkeit seiner Cloud-Lösung unter Spitzenlastbedingungen.

Am 23. April legt SAP die Q1-Zahlen vor. Dann wird sich zeigen, ob das Cloud-Geschäft im laufenden Jahr wieder an Schwung gewinnt – und ob der Markt die konservative Guidance als Tiefpunkt oder als neue Normalität einordnet.

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