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Symbolbild, KI-generiert

SAP Aktie: Sicherheitslücken häufen sich trotz Cloud-Erfolg

SAP meldet zahlreiche hoch bewertete Sicherheitslücken, setzt zugleich auf Cloud-Wachstum, KI-Zukäufe und weitere Aktienrückkäufe.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Sieben Schwachstellen mit CVSS 9,0
  • Cloud-Erlöse steigen um 22 Prozent
  • KI-Zukäufe belasten Ergebnis kurzfristig
  • Aktie bleibt 15 Prozent im Minus

SAP hat am Dienstag im Rahmen seines monatlichen Security Patch Days 19 neue Security Notes sowie 14 aktualisierte Hinweise veröffentlicht. Sieben der insgesamt 33 Notizen erreichen HotNews-Schweregrad mit einem CVSS-Wert von 9,0 oder höher, zwei davon den maximalen Wert von 10,0. Für Anwender enterprise-kritischer SAP-Systeme bedeutet das erneut erhöhten Handlungsdruck bei der Patch-Priorisierung.

Die Häufung von Schwachstellen mit Höchstbewertung fällt in eine Phase, in der SAP auf operativer Ebene solide Zahlen vorweisen kann. Der Konzern hatte im Sommer für das zweite Quartal einen Anstieg der Cloud-Erlöse um 22 Prozent gemeldet, währungsbereinigt sogar 24 Prozent, während der Cloud-Backlog um 27 Prozent auf 22,9 Milliarden Euro kletterte.

Die Prognose für das operative Ergebnis 2026 wurde damals auf 11,8 bis 12,2 Milliarden Euro non-IFRS angepasst, die Cloud-Umsatzguidance liegt weiterhin bei 25,8 bis 26,2 Milliarden Euro. Seither hat sich der Kurs deutlich erholt.

Zukäufe für die KI-Strategie

Parallel zur Sicherheitslage treibt SAP seine Wette auf künstliche Intelligenz voran. Im Juli schloss der Konzern die Übernahme von Prior Labs ab, einem Pionier tabellarischer Foundation Models. SAP will in den kommenden vier Jahren mehr als eine Milliarde Euro investieren, um das Labor zu einer führenden Adresse für KI-Anwendungen auf strukturierten Daten auszubauen.

Ebenfalls im Juli kam die Akquisition von Dremio hinzu, einem Anbieter einer offenen Data-Lakehouse-Plattform. Beide Zukäufe belasten laut Unternehmensangaben das operative Ergebnis kurzfristig mit einem geschätzten Verwässerungseffekt von über 100 Millionen Euro – eine Investition in künftiges Wachstum, die den Ausblick bereits einpreist.

Rückkäufe und Insider-Aktivität

Auch bei der Kapitalseite bleibt SAP aktiv. Im August erwarb der Konzern weitere 50.000 eigene Aktien im Rahmen seines laufenden Rückkaufprogramms, das Gesamtvolumen stieg damit auf über 5,12 Millionen Aktien bei einem gewichteten Durchschnittskurs zwischen 177,30 und 182,61 Euro.

Zusätzlich meldete ein Insider den Kauf von 1.700 Aktien zu 179,15 Euro. BlackRock erhöhte seinen Stimmrechtsanteil zu Beginn des Monats leicht auf 6,75 Prozent.

Kurs bleibt in Konsolidierung

Die SAP-Aktie notiert aktuell bei 178,50 Euro und legt am heutigen Freitag um 1,0 Prozent zu. Auf Wochensicht steht dennoch ein Minus von 3,5 Prozent, während sich das Papier über 30 Tage nahezu unverändert zeigt. Seit Jahresbeginn liegt der Titel 15 Prozent im Minus, zum 52-Wochen-Hoch von 242,00 Euro aus dem Oktober fehlen noch 26 Prozent.

Für Anleger bleibt die Aktie damit ein Spannungsfeld zwischen operativer Stärke im Cloud-Geschäft, ambitionierten KI-Investitionen und der wiederkehrenden Sicherheitsproblematik, die den Softwarekonzern regelmäßig einholt.

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