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SAP Aktie: Schmerzhafte KI-Wende!

SAP-Chef Klein warnt vor schmerzhafter KI-Transformation, während konjunkturelle Sorgen der Industriekunden und ein neues Erlösmodell den Aktienkurs auf Talfahrt schicken.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie fällt auf neues 52-Wochen-Tief
  • CEO warnt vor schmerzhafter KI-Wende
  • Übernahme von Reltio für KI-Plattform
  • Neues verbrauchsbasiertes Erlösmodell ab 2026

Während Europas wertvollster Softwarekonzern am Dienstag seine Innovationspreisträger feiert, sieht die Realität an der Börse deutlich trüber aus. Ein ehrliches Eingeständnis aus der Führungsetage zur aktuellen Strategie und konjunkturelle Sorgen der Kernkunden schicken das Papier auf Talfahrt. Die Diskrepanz zwischen operativer Zukunftsvision und massiven Kursverlusten zwingt Anleger zu einer Neubewertung.

Der jüngste Rücksetzer auf exakt 139,12 Euro markiert ein neues 52-Wochen-Tief und summiert das Minus seit Jahresbeginn auf über 31 Prozent. Verantwortlich für diese Schwäche sind deutliche Worte von SAP-Chef Christian Klein. In einem Gastbeitrag warnte er, dass der Übergang zur Künstlichen Intelligenz ähnlich schmerzhaft verlaufen könnte wie der historische Wechsel in die Cloud. Erschwerend kommt hinzu, dass die traditionell starke Industriekundschaft durch US-Importaufschläge belastet wird. Marktbeobachter befürchten, dass diese Unternehmen teure IT-Migrationen vorerst aufschieben.

Zukauf für das KI-Fundament

Ungeachtet der Marktskepsis treibt das Management den Konzernumbau voran. Um die eigene Datenplattform für den KI-Assistenten Joule zu rüsten, übernimmt SAP den Softwareanbieter Reltio. Die Technologie soll Unternehmensdaten quellenneutral bereinigen und KI-fähig machen.

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Gleichzeitig ändert sich das Erlösmodell: Ab Juli 2026 plant das Walldorfer Unternehmen, klassische Lizenzen teilweise durch verbrauchsbasierte Abrechnungen für KI-Dienste zu ersetzen. Dieser Schritt belastet zwar kurzfristig die Umsatzvisibilität, soll aber das System langfristig flexibler machen.

Solides Fundament trotz Kursdruck

Operativ steht der Konzern weiterhin auf einer stabilen Basis. Für das laufende Jahr 2026 peilt das Management erneut ein Cloud-Wachstum von 23 bis 25 Prozent an. Analysten gehen davon aus, dass sich die Umstrukturierungen mittelfristig auszahlen, was sich in den durchschnittlichen Gewinnerwartungen pro Aktie widerspiegelt:

  • 2026: 7,19 Euro
  • 2027: 8,41 Euro
  • 2028: 9,75 Euro

Als nächster wichtiger Gradmesser dienen die anstehenden Quartalszahlen. Analysten richten ihr Augenmerk dabei primär auf den „Current Cloud Backlog“. Fällt dieser Frühindikator für künftige Umsätze im schwierigen Industrieumfeld schwächer aus als erwartet, droht eine weitere Abwärtsspirale. Ein stabiles Cloud-Wachstum hingegen wäre die zwingende Voraussetzung, um die Konsensschätzung von 40,6 Milliarden Euro Jahresumsatz zu untermauern und die Sorgen vor einer breiten Investitionszurückhaltung zu entkräften.

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