Der Walldorfer Softwarekonzern SAP treibt seine Kapitalmaßnahmen voran und setzt im operativen Geschäft parallel auf den Ausbau seiner Softwarelösungen. Zugleich zeichnen Marktbeobachter ein geteiltes Bild über das weitere Kurspotenzial des DAX-Schwergewichts. Im Xetra-Handel schloss die Aktie am Freitag bei 185,06 Euro, was einem leichten Tagesplus von 0,6 Prozent entsprach. Damit notiert das Papier 11 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt.
Fortgang beim Aktienrückkauf
Im Rahmen des laufenden Rückkaufprogramms erwarb SAP Mitte September weitere 50.000 eigene Anteilsscheine über das elektronische Handelssystem Xetra. Dies teilte das Unternehmen am 19. September in seiner achten Zwischenmeldung zum Aktienrückkauf 2026 mit. Der Erwerb erfolgte im Zeitraum vom 14. bis einschließlich 18. September.
Durch diese Zukäufe stieg die Gesamtzahl der im laufenden Programm erworbenen Anteilsscheine auf 8.305.886 Stück. In der davorliegenden Handelswoche vom 7. bis einschließlich 11. September hatte das Unternehmen noch 1.823.857 Aktien zurückgekauft. Mit den fortlaufenden Transaktionen setzt der Konzern die angekündigte Rückführung von Mitteln an seine Anteilseigner planmäßig um.
Getrennte Wege bei den Kurszielen
Am Dienstag äußerten sich zwei große Analysehäuser zur Aktie des Unternehmens. Jefferies hob das Kursziel für SAP von 210 auf 220 Euro an und bestätigte die Einstufung mit „Buy“. Die Experten trauen dem Wert damit weiteren Bewertungsspielraum nach oben zu.
Zurückhaltender positionierte sich am selben Tag JPMorgan. Die US-Bank bekräftigte ihre Einschätzung mit „Neutral“ und beließ das Kursziel bei 175 Euro. Aus Sicht von JPMorgan bewegt sich die Bewertung damit moderat unterhalb des aktuellen Börsenniveaus.
Ausbau der Softwarelösungen und politische Signale
Im Produktgeschäft stellte das Unternehmen am 16. September die Verfügbarkeit von „SAP Ariba Spend Analysis and Insights“ vor, einer Lösung zur Analyse von Ausgaben- und Beschaffungsdaten.
Zudem veranstaltete SAP am Dienstag zwei Online-Veranstaltungen, die sich mit künstlicher Intelligenz in privaten Cloud-Umgebungen sowie branchenspezifischen KI-Anwendungen befassten. Die Sparte SAP Customer Experience konnte zudem laut Unternehmensangaben vom Montag über 100 Spitzenplätze in Branchenberichten für den Herbst erzielen.
Wirtschaftspolitische Akzente setzte Vorstandschef Christian Klein am 19. September in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Klein betonte, ein Kanzlerwechsel werde die bestehenden Probleme der Regierungskoalition nicht lösen. Damit unterstrich der Unternehmenschef die Notwendigkeit verlässlicher Rahmenbedingungen für den Wirtschaftsstandort.
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