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Symbolbild, KI-generiert

SAP Aktie: NTT DATA verlagert Personalwesen

SAP gewinnt NTT DATA als Cloudkunden, während das Bundeskartellamt die Vorprüfung beendet. UBS bleibt beim KI-Tempo zurückhaltend.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • NTT DATA migriert globale HR-Infrastruktur
  • Kartellamt beendet SAP-Vorprüfung
  • UBS stuft SAP auf Neutral
  • Aktie verliert heute 2,3 Prozent

SAP verbucht einen namhaften Neukunden: NTT DATA verlagert seine weltweite Personalwesen-Infrastruktur auf SuccessFactors. Ergänzt wird die Migration um die SAP Business Data Cloud sowie den KI-Assistenten Joule. Der Deal zeigt, dass SAP trotz Kritik an ihrem KI-Tempo weiterhin Großkunden für ihr Cloud-Portfolio gewinnt.

Kartellamt beendet Vorermittlungen

Parallel dazu kam regulatorische Entlastung: Das Bundeskartellamt schloss seine Voruntersuchung gegen SAP ohne Einleitung eines Missbrauchsverfahrens ab. Marktbeobachter werteten das als positives Signal, da damit eine mögliche kartellrechtliche Belastung vom Tisch ist. Für Anleger reduziert sich damit ein Unsicherheitsfaktor, der zuletzt im Umfeld der Debatte um Marktmacht großer Softwareanbieter diskutiert wurde.

Beide Nachrichten fallen in eine Phase, in der SAP ihr Aktienrückkaufprogramm fortsetzt. Zwischen dem 3. und 7. August erwarb der Konzern rund 2,9 Millionen eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 169,72 Euro. Kumuliert summierten sich die Rückkäufe im laufenden Jahr auf etwa 5 Millionen Stück – ein Zeichen dafür, dass das Management trotz volatiler Kursentwicklung an der Kapitalrückführung festhält.

Kursdruck nach Analysten-Kritik

Die operative Nachrichtenlage steht allerdings im Schatten einer Herabstufung: UBS senkte SAP am 26. August von „Buy“ auf „Neutral“, erhöhte gleichzeitig aber das Kursziel von 164 auf 201 Euro. Als Begründung nannten die Analysten das langsame Tempo bei der Auslieferung von KI-Agenten sowie ein erwartetes Abflachen des Cloud-Wachstums im zweiten Halbjahr.

Die Kombination aus Rating-Rücknahme und höherem Kursziel signalisiert eine gemischte Einschätzung: Die Bewertung gilt als ausgereizt, das langfristige Potenzial bleibt aus Sicht von UBS jedoch intakt.

Die Aktie reagierte auf diese Gemengelage deutlich. Heute büßt das Papier 2,3 Prozent ein und notiert bei 185,12 Euro, nachdem es am Vortag noch bei 189,50 Euro geschlossen hatte. Damit bleibt der Titel rund 24 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 242,00 Euro, das im Oktober vergangenen Jahres erreicht wurde. Auf Jahressicht summiert sich der Rückgang auf 12 Prozent.

Was die Nachrichten für Anleger bedeuten

Der NTT-DATA-Deal und der Abschluss der Kartellamt-Prüfung liefern zwei Argumente gegen die pessimistischere Analystensicht: Sie belegen, dass SAP operativ liefert und regulatorisch entlastet ist. Gleichzeitig bleibt die Skepsis am KI-Tempo bestehen, die den Kurs zuletzt belastet hat.

Anleger dürften daher genau beobachten, ob sich der jüngste Großkundenerfolg in den kommenden Quartalszahlen als Wachstumsimpuls niederschlägt – oder ob die von UBS beschriebene Abschwächung im Cloud-Geschäft tatsächlich eintritt. Das fortlaufende Rückkaufprogramm signalisiert zumindest, dass der Konzern selbst von einer soliden mittelfristigen Bewertung ausgeht.

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Diskussion zu SAP

Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

Dr. Sasse spezialisiert sich auf die verständliche Aufbereitung komplexer ökonomischer Zusammenhänge und die praktische Anwendung von Investmentstrategien für die Altersvorsorge. Sein Ansatz kombiniert theoretisches Wissen mit klarem Praxisbezug, um Lesern Orientierung in einem dynamischen Marktumfeld zu bieten.

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