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Symbolbild, KI-generiert

SAP Aktie: NTT DATA migriert globale HR

SAP-Manager investieren knapp 900.000 Euro, während Rückkäufe und regulatorische Entlastung den Konzernkurs stützen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Drei SAP-Manager kaufen eigene Aktien
  • Insider investieren knapp 900.000 Euro
  • NTT DATA migriert globale HR-Systeme
  • EU-Prüfung und Kartellverfahren abgeschlossen

SAP-Chef Christian Klein hat Ende Juli Aktien im Wert von rund 325.000 Euro erworben. Wenig später zogen zwei weitere Vorstandsmitglieder nach: Chief People Officer Gina Vargiu-Breuer kaufte Mitte August für etwa 305.000 Euro, Chief Customer Officer Thomas Saueressig folgte am 26. August mit einer Order über rund 267.000 Euro zu einem Kurs von etwa 178 Euro je Aktie. In Summe brachte das Top-Management damit knapp 900.000 Euro in eigene Aktien.

Solche Käufe gelten als Signal, dass das Führungsteam die Aktie für unterbewertet hält – besonders auffällig, weil sie in eine Phase fielen, in der die Papiere unter Druck standen. Der aktuelle Kurs von 183,98 Euro liegt rund 24 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 242,00 Euro, das SAP im Oktober vergangenen Jahres markiert hatte. Der Kaufkurs Saueressigs lag damit sogar spürbar unter dem heutigen Niveau.

NTT DATA baut Personalwesen auf SAP-Basis um

Parallel zu den Insider-Käufen meldete SAP einen konkreten Kundenerfolg: Der IT-Dienstleister NTT DATA migriert seine globale HR-Landschaft auf SuccessFactors in Kombination mit der SAP Business Data Cloud und dem KI-Assistenten Joule.

Die Umstellung soll innerhalb von zwölf Monaten abgeschlossen sein und ersetzt bestehende Altsysteme vollständig. Für SAP ist ein solcher Referenzkunde im eigenen Cloud-Portfolio ein Argument gegenüber Wettbewerbern, gerade weil die Auslieferung von KI-Agenten zuletzt in der Kritik stand.

Rückkaufprogramm läuft parallel weiter

Neben den privaten Käufen der Führungsriege kauft SAP auch als Unternehmen eigene Aktien zurück. In der ersten Augustwoche erwarb der Konzern rund 2,9 Millionen Aktien zu einem Durchschnittskurs von 169,72 Euro, kumuliert kamen 2026 damit bislang rund fünf Millionen Stück zusammen.

Das Programm läuft bis Ende 2027 und hat ein Gesamtvolumen von bis zu 10 Milliarden Euro. Zusammen mit den Management-Käufen entsteht so ein Bild, in dem sowohl Unternehmen als auch Führungskräfte auf niedrigere Kurse mit Zukäufen reagieren.

Regulatorische Fragen vom Tisch

Zwei offene regulatorische Baustellen haben sich zudem geklärt. Die Europäische Kommission schloss ihre Überprüfung der SAP-Richtlinien zu Wartung und Support für On-Premise-Software ab – eine Entscheidung, die der Konzern ausdrücklich begrüßte.

Zudem eröffnete das Bundeskartellamt nach Vorermittlungen kein Missbrauchsverfahren gegen SAP im Streit mit dem Prozessmining-Anbieter Celonis, wie Handelsblatt und heise online berichteten. Beide Fälle hatten im Hintergrund für regulatorische Unsicherheit gesorgt, die nun ausgeräumt ist.

Für Anleger bleibt die Gemengelage gemischt: Der Kurs notiert derzeit rund 16 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 158,57 Euro, was auf eine gewisse kurzfristige Erholung hindeutet. Die Insider-Käufe und der laufende Rückkauf liefern fundamentale Argumente, die der jüngsten Skepsis mancher Analysten entgegenstehen.

Ob NTT DATA als Referenzprojekt weitere Kunden überzeugt, dürfte sich erst in den kommenden Quartalen zeigen – ein erster Anhaltspunkt liefert die für den 21. Oktober erwartete Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.