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SAP Aktie: Leere Regale?

SAP schlägt eine höhere Dividende vor und kauft Aktien zurück, doch die Aktie notiert auf Jahrestief. Anleger fürchten, dass US-Zölle die Cloud-Migrationen wichtiger Industriekunden verzögern.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Dividendenvorschlag auf Rekordniveau von 2,50 Euro
  • Aktienrückkaufprogramm über zehn Milliarden Euro läuft
  • Kurs notiert deutlich unter 200-Tage-Durchschnitt
  • Q1-Zahlen als Test für Cloud-Wachstumsprognose

Starke operative Zahlen, ein milliardenschweres Rückkaufprogramm und jetzt eine Rekorddividende — und trotzdem notiert die SAP-Aktie auf dem tiefsten Stand der vergangenen zwölf Monate. Dieser Widerspruch erklärt sich nicht aus dem Geschäft selbst, sondern aus dem, was Anleger für die Zukunft befürchten.

Ausschüttung auf Rekordhoch

Für das Geschäftsjahr 2025 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie vor — ein Plus von 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Untermauert wird der Schritt durch ein währungsbereinigtes operatives Gewinnplus von 31 Prozent. Die Hauptversammlung, auf der Aktionäre über den Vorschlag abstimmen, findet am 5. Mai 2026 statt.

Parallel läuft ein Aktienrückkaufprogramm über zehn Milliarden Euro. Bis Ende März wurden bereits knapp 9,9 Millionen Aktien zurückgekauft, insgesamt sollen bis Juli 2,6 Milliarden Euro investiert sein. Eine technische Stütze — den Abwärtstrend stoppen konnte das bislang nicht.

Das eigentliche Problem: Die Kunden

SAP selbst lässt sich von US-Importzöllen kaum direkt treffen. Cloud-Software passiert keine Grenze. Das Risiko liegt bei den Kunden: Industrieunternehmen, traditionell das Rückgrat der SAP-Kundenbasis, geraten durch die neuen Aufschläge unter Druck. Anleger befürchten, dass diese Klientel teure Cloud-Migrationen verschiebt und IT-Budgets kürzt.

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Das träfe SAP an einer empfindlichen Stelle. Der Cloud-Backlog — also vorgebuchte, noch nicht realisierte Cloud-Umsätze — gilt als zentraler Wachstumsindikator. Verzögern Kunden ihren Umstieg, bremst das den wichtigsten Treiber der Wachstumsstory. Die Aktie liegt gut 33 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt und hat seit Jahresbeginn rund 31 Prozent verloren.

Q1-Zahlen als erster Belastungstest

Die operative Ausgangslage bleibt solide: 2025 wuchs der Gesamtumsatz um 7,7 Prozent auf 36,8 Milliarden Euro, der Cloud-Umsatz legte um 23 Prozent zu. Für 2026 peilt SAP ein währungsbereinigtes Cloud-Umsatzwachstum von 23 bis 25 Prozent an.

Ob diese Prognose hält, zeigt sich am 23. April 2026, wenn SAP als eines der ersten großen Softwareunternehmen seine Q1-Ergebnisse vorlegt. Im Fokus steht der Current Cloud Backlog — er wird zeigen, ob die Investitionszurückhaltung im Industriesektor bereits in den Auftragsbüchern sichtbar ist. Bis dahin befindet sich das Management in der Quiet Period.

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