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SAP Aktie: Kursziel von 205 auf 164 Euro

UBS-Analyst bestätigt Kaufvotum für SAP, senkt aber das Kursziel auf 164 Euro. Der Markt fokussiert sich auf die Quartalszahlen am 23. Juli.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • UBS senkt Kursziel auf 164 Euro
  • Kaufempfehlung bleibt bestehen
  • Quartalszahlen am 23. Juli erwartet
  • SAP-Aktie unter 200-Tage-Durchschnitt

Die UBS bleibt bei ihrer Kaufempfehlung für SAP. Trotzdem senkt die Schweizer Großbank das Kursziel deutlich. Das Signal wirkt widersprüchlich – und zeigt, wie unsicher Analysten die Lage einschätzen.

Am Donnerstag notierte die SAP-Aktie bei 141,06 Euro. Das Papier hat seit Jahresbeginn 30,17 Prozent verloren. Auf Sicht von zwölf Monaten steht sogar ein Minus von 46,92 Prozent zu Buche.

Kursziel runter, Rating unverändert

UBS-Analyst Michael Briest bestätigte am 15. Juli seine „Buy“-Einstufung für SAP. Das Kursziel kappte er aber von 205 auf 164 Euro. Seine Begründung: Die komplexen ERP-Systeme von SAP sind für die KI-Strategie des Konzerns Chance und Hürde zugleich. Die Kürzung sei vor allem eine Bewertungsfrage, nicht ein Zweifel am Geschäftsmodell.

JPMorgan bestätigte parallel seine „Neutral“-Einstufung mit einem Kursziel von 175 Euro. Im Schnitt sehen Analysten SAP derzeit bei rund 200 Euro. Zwischen den einzelnen Zielen liegen damit deutliche Differenzen.

Der ganze Sektor steht unter Druck

SAP leidet nicht allein unter eigenen Problemen. Der US-Konkurrent Oracle hat milliardenschwere Investitionen in KI-Infrastruktur angekündigt. Das lockt Kapital aus Softwaretiteln – hin zu Hardware- und Chipwerten.

Hinzu kommen schwache vorläufige Zahlen von IBM. Sie belasten die Stimmung im gesamten Softwaresektor und verstärken die Verunsicherung bei Anlegern.

Alle Augen auf den 23. Juli

SAP befindet sich aktuell in der „Quiet Period“ vor den Quartalszahlen. Bis zur offiziellen Bekanntgabe äußert sich der Konzern nicht zur laufenden Geschäftsentwicklung. Am 23. Juli 2026 legt SAP die Ergebnisse für das zweite Quartal und das erste Halbjahr vor.

Investoren richten den Blick vor allem auf den Cloud-Auftragsbestand. Diese Kennzahl gilt als wichtigster Indikator fürs Wachstumstempo. Zusätzlich beobachten Anleger genau, wie schnell Bestandskunden auf die Cloud-ERP-Suite umsteigen – und wie sich die „Business AI“-Lösungen von SAP entwickeln.

Die Aktie notiert derzeit rund 20 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 176,82 Euro. Das zeigt: Der mittelfristige Abwärtstrend ist intakt. Die Zahlen am 23. Juli dürften darüber entscheiden, ob SAP diesen Trend durchbrechen kann – oder ob die Konsolidierung im Softwaresektor anhält.

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Diskussion zu SAP

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.