SAP stellt sein KI-Geschäftsmodell auf den Kopf — und die Aktie liegt gleichzeitig auf dem tiefsten Stand seit 2024. CEO Christian Klein kündigt ab Juli 2026 eine verbrauchsbasierte Abrechnung für KI-Dienste an. Das bisherige Nutzer-Abo-Modell passt nach seiner Einschätzung schlicht nicht mehr in eine Welt, in der KI-Agenten Aufgaben automatisieren.
Ein Systemwechsel mit Risiken
Der Schritt ist folgerichtig, aber nicht ohne Risiko. Bisher flossen SAP die Einnahmen verlässlich je aktivem Nutzer zu. Künftig hängen sie davon ab, wie intensiv Kunden KI-Funktionen tatsächlich nutzen — ein Modell mit deutlich schwerer planbaren Erlösen.
Ergänzt wird die Neuausrichtung durch sogenannte „Forward Deployed Engineering“-Teams, die direkt beim Kunden maßgeschneiderte KI-Lösungen auf Basis der SAP-Plattform entwickeln sollen. Das klingt nach Dienstleistungsgeschäft — und damit nach einem anderen Margenprofil als das klassische Softwaregeschäft.
Hinzu kommt ein abgeschlossener Rechtsstreit: Im Februar 2026 einigte sich SAP mit Teradata auf einen Vergleich über 480 Millionen Dollar, der die Stimmung zusätzlich belastet.
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Analysten optimistisch, Kurs skeptisch
Trotz allem hält die Analysten-Community an ihrem Optimismus fest. 25 von 29 Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, für 2026 erwarten sie im Schnitt einen Umsatz von rund 40,6 Milliarden Euro — etwa zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Bank of America-Analyst Frédéric Boulan führt SAP auf seiner Europa-Favoritenliste und verweist auf die tiefe geschäftliche Integration der Plattform, die für Wettbewerber nur schwer zu replizieren sei.
Der Markt sieht das bislang anders. Die Aktie notiert mit rund 155 Euro fast 23 Prozent unter dem Jahresanfangswert — der schlechteste Wert im DAX 2026. Ausgangspunkt war der Einbruch nach den Q4-2025-Zahlen Ende Januar, als das Cloud-Backlog-Wachstum von 25 Prozent leicht unter den Erwartungen lag und die Aktie in einer einzigen Sitzung bis zu 17 Prozent verlor.
Am 23. April 2026 legt SAP die Q1-Zahlen vor. Dann zeigt sich erstmals, ob der Übergang zum verbrauchsbasierten Modell Fahrt aufnimmt — und ob das Cloud-Wachstum wieder in Richtung der Analystenschätzungen zieht.
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