Piper Sandler hat die SAP-Aktie von „Übergewichten“ auf „Neutral“ zurückgestuft und das Kursziel von 220 auf 170 Euro gesenkt. Der Hintergrund: Cloud-Konvertierungen verlaufen langsamer als erwartet, und viele IT-Verantwortliche schieben ERP-Migrationen auf — zugunsten von KI-Projekten. Der Termin für den ursprünglich geplanten Übergang rückt näher: 2027 gilt als Deadline.
Erschwerend kommt die geografische Abhängigkeit hinzu. Fast die Hälfte der 2025er Umsätze entfiel auf die EMEA-Region — ein Klumpenrisiko, das Analysten zunehmend kritisch sehen. Ein jüngster Ölpreisschock könnte die Inflation in Europa befeuern und das Wachstum bremsen.
Zwischen SaaS und KI-Monetarisierung
Der Branchenwandel hin zu nutzungsbasierter KI-Abrechnung ist in vollem Gange — doch die Erlösbeiträge bleiben vorerst überschaubar. Piper Sandler hat deshalb die Schätzung für das Wachstum des Cloud-Auftragsbestands in konstanten Währungen für 2026 leicht auf 23 Prozent gesenkt, nach zuvor 24 Prozent. Bewertungsmultiples werden sektorweit zurückgeschraubt.
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Einen Lichtblick sehen die Analysten trotzdem: Die sogenannte „Datengravitation“ von ERP-Systemen — also die Tendenz, dass Unternehmen ihre gesamte Datenwelt um SAP herum aufbauen — dürfte die Wettbewerbsposition mittelfristig stützen.
Kurs weit vom Jahreshoch entfernt
Von seinem Hochpunkt bei über 270 Euro aus dem Frühjahr 2025 hat der Titel inzwischen deutlich nachgegeben. Die Herabstufung fügt sich ein in ein breiteres Bild: Auch Asana und Monday.com verloren heute ihre Kaufempfehlungen bei Piper Sandler. Der gesamte Softwaresektor steht unter Bewertungsdruck — zu wenig konkrete KI-Erlöse, zu viele offene Fragen zur Profitabilität.
SAP hält derweil strategisch Kurs: Die im März angekündigte Übernahme des Datenspezialisten Reltio soll das KI-Fundament stärken. Ob das die Investorenstimmung dreht, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell sich der Cloud-Umbau in echten Zahlen niederschlägt.
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