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SAP Aktie: Hammer-Signal nach 52-Wochen-Tief

Die SAP-Aktie zeigt ein Hammer-Signal und erholt sich leicht vom Jahrestief, während Analysten gemischte Q2-Zahlen erwarten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie steigt nach Jahrestief
  • Hammer-Signal deutet Bodenbildung an
  • Analysten erwarten gemischtes Quartal
  • Bundeswehr schließt S/4HANA-Migration ab

Fast 47 Prozent Kursverlust in zwölf Monaten — und jetzt ein Erholungssignal. Die SAP-Aktie kämpft sich am Dienstag aus ihrem Jahrestief heraus, während der DAX gleichzeitig nachgibt.

Technisches Signal nach dem Tief

Am Montag fiel SAP auf 130,82 Euro — ein neues 52-Wochen-Tief. Seither dreht die Aktie. Am Dienstag notiert sie bei 133,50 Euro, ein Plus von 1,83 Prozent. Der DAX verliert zur gleichen Zeit rund 1,25 Prozent.

Marktbeobachter verweisen auf ein Candlestick-Hammer-Signal vom Vortag. Diese Formation tritt typischerweise am Ende eines Abwärtstrends auf und gilt als mögliches Bodenbildungssignal. Der RSI liegt bei 35,2 — nahe dem überverkauften Bereich. Das gibt der Erholung zumindest technisch etwas Rückenwind.

Allerdings bleibt das Chartbild angeschlagen. SAP notiert rund 28 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt bei 184,72 Euro. Zum 52-Wochen-Hoch von 266,00 Euro fehlen fast 50 Prozent.

Analysten erwarten gemischtes Quartal

Seit Montag läuft die Quiet Period vor den Q2-Zahlen. Bis zur Ergebnisveröffentlichung am 23. Juli äußert sich das Management nicht zu Umsatz- oder Margenprognosen.

Die Bank of America bestätigte am Dienstag ihre Kaufempfehlung, senkte aber ihre Schätzungen für das zweite Quartal. Die Analysten rechnen mit einem „gemischten“ Ergebnis. Michael Briest von der UBS hält an seinem „Buy“-Rating fest, mit einem Kursziel von 205 Euro. Er erwartet weitere Margenverbesserungen, warnt aber vor nachlassendem Wachstum. Das durchschnittliche Kursziel aller Analysten liegt bei 221,25 Euro — deutlich über dem aktuellen Kurs.

Großvertrag als stabiles Fundament

Operativ gibt es einen konkreten Abschluss: Die Bundeswehr hat ihre Migration auf SAP S/4HANA abgeschlossen. Rund 90.000 Bundeswehrangehörige nutzen nun täglich die neue Systemgeneration. Das Projekt verzögerte sich um mehr als ein halbes Jahr, ist jetzt aber vollständig umgesetzt.

Solche Großverträge stabilisieren das langfristige Geschäftsmodell. Kurzfristig bleibt SAP jedoch volatil — die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei 45 Prozent. Seit Jahresbeginn hat die Aktie knapp 34 Prozent verloren.

Ob die heutige Gegenbewegung trägt, zeigt sich spätestens am 23. Juli. Dann liefert SAP die Q2-Zahlen — und das Management darf wieder reden.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.