27 Prozent Cloud-Wachstum, ein Auftragsbestand von fast 22 Milliarden Euro — und trotzdem hat die SAP-Aktie 2026 rund 28 Prozent verloren. Diese Schere zwischen operativer Stärke und Börsenkurs ist das zentrale Rätsel, das Anleger derzeit beschäftigt.
Sapphire-Konferenz als nächster Prüfstein
Vom 11. bis 13. Mai treffen sich Kunden, Partner und Investoren beim SAP Sapphire & ASUG Annual Conference im Orange County Convention Center in Orlando. CEO Christian Klein, COO Sebastian Steinhaeuser und CTO Philipp Herzig wollen dort eine neue KI-Vision vorstellen — konkret: eine überarbeitete Version des KI-Assistenten Joule sowie einen Ausblick, wie SAP seine Unternehmensdaten zur Grundlage für KI-Ergebnisse machen will.
Das dürfte spannend werden, denn mittlerweile enthalten zwei Drittel aller neuen Cloud-Verträge Funktionen der SAP Business AI. Ohne konsolidierte Datenbasis laufen diese Agenten jedoch ins Leere — genau hier setzt die geplante Übernahme von Reltio an.
Reltio und der Vorbehalt in der Prognose
Reltio ist ein Anbieter von Master-Data-Management-Software. SAP will damit die Business Data Cloud als Herzstück seiner KI-Strategie ausbauen. Der Abschluss der Transaktion wird für Q2 oder Q3 2026 erwartet — vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen.
Auffällig: SAP knüpft seine Jahresprognose explizit an zwei Bedingungen — den Abschluss des Reltio-Deals und eine Deeskalation im Nahen Osten. Der angestrebte Cloud-Umsatz liegt zwischen 25,8 und 26,2 Milliarden Euro, das Non-IFRS-Betriebsergebnis zwischen 11,9 und 12,3 Milliarden Euro. Obendrein warnt das Unternehmen vor einer Wachstumsverlangsamung im zweiten Quartal, weil Sondereffekte aus Q1 wegfallen.
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Analysten mit breitem Meinungsspektrum
Die Bandbreite der Analystenmeinungen ist ungewöhnlich groß:
- Goldman Sachs: Kaufen, Kursziel 230 Euro (gesenkt von 260 Euro)
- Barclays: Overweight, Kursziel 220 Euro
- JPMorgan: Neutral, Kursziel 175 Euro
- DZ Bank: Verkaufen, Kursziel 130 Euro
Hinter dem Kursdruck stecken vor allem zwei Faktoren: Großunternehmen zögern bei Cloud-Investitionen wegen US-Handelsunsicherheiten, und die geopolitische Lage im Nahen Osten belastet den Ausblick direkt. Eine anhaltende Schließung der Straße von Hormus hätte das Potenzial, Lieferketten in Branchen zu stören, die zu SAPs wichtigsten Kunden zählen.
Die Sapphire-Konferenz in Orlando liefert in wenigen Tagen konkrete Antworten: Wie weit ist Joule wirklich, und wie überzeugend ist SAPs KI-Strategie jenseits der Folien?
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