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SAP Aktie: Dremio seit 6. Juli gekauft

SAP übernimmt frühzeitig die Datenplattform Dremio und friert Stellen außerhalb der KI ein. Die Aktie fällt trotz strategischer Weichenstellung auf 138,52 Euro.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Überraschende Übernahme von Dremio
  • Einstellungsstopp für Nicht-KI-Bereiche
  • Aktie fällt auf 138,52 Euro
  • Halbjahreszahlen am 23. Juli erwartet

SAP zieht die Zügel an. Der Softwarekonzern hat die Datenplattform Dremio überraschend früh gekauft. Im gleichen Schritt friert das Management fast alle offenen Stellen außerhalb des KI-Bereichs ein. Die Börse reagiert dennoch unterkühlt.

Datenplattform als neues Fundament

Ursprünglich plante der Vorstand den Deal erst für das dritte Quartal. Nun drückt das Management aufs Tempo. Seit dem 6. Juli gehört Dremio offiziell zu SAP. Die Software hilft Kunden dabei, fremde und interne Daten in Echtzeit zu analysieren. Nutzer müssen ihre Datensätze dafür nicht mehr aufwendig umwandeln oder verschieben. Das Ziel: SAP will seine sogenannten Agentic-AI-Lösungen deutlich schneller auf den Markt bringen.

Der Konzern ordnet diesem Technologieumbau alles unter. Ein internes Memo vom 2. Juli belegt einen strikten Sparkurs. SAP stellt ab sofort kaum noch Personal ohne direkten KI-Bezug ein. Auch unwichtige Geschäftsreisen streicht das Management. Das Unternehmen will dadurch dringend benötigte Mittel für die KI-Forschung freisetzen.

Ein Praxisbeispiel liefert der brasilianische Kosmetikkonzern Natura &Co. Dort optimiert eine neue generative KI auf SAP-Basis bereits die Finanzanalyse.

Aktie bleibt unter Druck

An der Börse verpuffen diese strategischen Fortschritte bislang. Die SAP-Aktie verliert am Mittwoch deutlich und rutscht auf 138,52 Euro ab. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 31,43 Prozent. Das Papier nähert sich damit seinem jüngsten Jahrestief.

Der Blick richtet sich nun auf den 23. Juli 2026. Dann präsentiert SAP seine Halbjahreszahlen. Investoren achten dabei besonders auf das Cloud-Geschäft, das im Auftaktquartal um 19 Prozent wuchs.

Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand ein Cloud-Wachstum von 23 bis 25 Prozent an. Die frisch integrierte Dremio-Plattform und die massiv eingesparten Personalkosten müssen diese ehrgeizige Spanne nun untermauern.

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