Erhöhte Dividende, neues Mehrjahrestief — SAP präsentiert seinen Aktionären gerade ein widersprüchliches Bild. Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Vorstand eine Ausschüttung von 2,50 Euro je Aktie vor, das zehnte Dividendenplus in Folge. Gleichzeitig notiert die Aktie rund 46 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
JPMorgan löst Neubewertung aus
Den stärksten Impuls für den jüngsten Kursrückgang lieferte JPMorgan. Analyst Toby Ogg stufte SAP von „Overweight“ auf „Neutral“ herab und kappte das Kursziel von 260 auf 175 Euro. Im Kern seines Arguments steht die Cloud-Transformation: Während SAP seine Legacy-Kunden in die Cloud migriert, drohen die vertraglich gesicherten Cloud-Umsätze (Current Cloud Backlog) vorübergehend unter Druck zu geraten. Hinzu kommen höhere Ergebnisschwankungen und ein wachsender Investitionsbedarf im Wettbewerbsumfeld.
Kepler Cheuvreux und Jefferies sehen das weniger dramatisch — beide senkten zwar ihre Kursziele auf 190 beziehungsweise 230 Euro, halten aber an Kaufempfehlungen fest. 26 der 32 bei Bloomberg erfassten Analysten bleiben insgesamt positiv für die Aktie gestimmt.
Abrechnungsmodell als Knackpunkt
Ab Juli 2026 stellt SAP beim Verkauf seiner KI-Dienste von einem abonnementbasierten auf ein verbrauchsbasiertes Modell um. Das bedeutet: Planbare, wiederkehrende Einnahmen weichen einem Erlösstrom, der direkt mit der tatsächlichen Kundennutzung schwankt. Genau diese Unsicherheit ist es, die Investoren derzeit einpreisen.
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Wie weit der Umbau bereits trägt, wird sich am 23. April zeigen, wenn SAP die Quartalsergebnisse für Q1 2026 vorlegt. Der Current Cloud Backlog dürfte dabei zum entscheidenden Gradmesser werden. Analysten erwarten für das Gesamtjahr 2026 einen Umsatz von durchschnittlich 40,6 Milliarden Euro — rund zehn Prozent mehr als in den vergangenen zwölf Monaten.
Rückkäufe stützen den Kurs
Parallel zum Kursrückgang kauft SAP eigene Aktien zurück. Im laufenden Programm wurden bis zum 20. März bereits knapp 9,9 Millionen Aktien erworben. Das liefert zumindest eine technische Unterstützung — reicht aber bislang nicht aus, um den Abwärtstrend zu stoppen.
Die Hauptversammlung am 5. Mai in Walldorf, an der die Dividende formal beschlossen werden soll, kommt damit in einem schwierigen Umfeld. Der Ex-Dividende-Tag ist für den 6. Mai angesetzt, die Auszahlung folgt am 8. Mai. Bis dahin liefern die Q1-Zahlen Ende April die erste belastbare Antwort darauf, ob SAPs Cloud-Strategie trotz des holprigen Übergangs auf Kurs bleibt.
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