Der weltweite Ausverkauf bei KI- und Halbleiterwerten hat SAP am Freitag im Branchenumfeld belastet. Die Aktie fiel um 3,4%. Reuters berichtete von Sorgen über die Höhe der KI-Investitionen und deren Renditen sowie einer deutlichen Verschlechterung der Marktstimmung.
Bereits am Dienstag hatte die gesenkte Umsatzprognose von TeamViewer den Softwaresektor belastet. Laut dpa-AFX gerieten dabei auch SAP und Nemetschek unter Druck.
Umsetzung bei Somerset und neue KI-Angebote
Abseits des Börsenumfelds meldeten SAP und Somerset Council am Mittwoch die erfolgreiche Einführung von SAP SuccessFactors. Die Umsetzung erfolgte im Rahmen eines 13-monatigen Transformationsprojekts.
Auf der SAP TechEd kündigte das Unternehmen am 27. Oktober Erweiterungen für Joule Studio, Joule Work und die SAP Business AI Platform an. Dazu gehörten neue Funktionen für KI-Agenten, Daten und Governance. SAP erweiterte außerdem die Partnerschaft mit Databricks und kündigte eine Zusammenarbeit mit Intel an.
Ausgewählten Kunden will SAP die Bereitstellung und den Betrieb eigener Agenten auf der verwalteten Joule-Studio-Laufzeit bis Dezember 2026 kostenlos anbieten.
Kostengünstigere Modelle und Cloud-Wachstum
Vor rund zwei Wochen erklärte SAP gegenüber Reuters, einige teurere KI-Modelle in eigenen Produkten durch kostengünstigere Alternativen zu ersetzen. Das Unternehmen erwartete dadurch KI-getriebene Effizienzgewinne von mehr als 2 Milliarden Euro. Finanzvorstand Dominik Asam sagte zugleich, die Ausgaben für KI dürften mit wachsender Nutzung insgesamt weiter steigen.
Vor gut drei Wochen meldete SAP für das dritte Quartal 2026 einen aktuellen Cloud-Auftragsbestand von 24,1 Milliarden Euro. Dieser wuchs um 28 %. Der Cloud-Umsatz stieg um 26 %, der Gesamtumsatz um 13 %. SAP aktualisierte außerdem den Ausblick für Cloud-Umsatz sowie Cloud- und Software-Umsatz 2026.
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