Knapp 45 Prozent unter dem Jahreshoch, ein KGV so günstig wie selten — und am 23. April liefert SAP die Antwort auf die Frage, ob der Kurseinbruch gerechtfertigt war oder eine Übertreibung. Die Q1-Zahlen werden zur Richtungsentscheidung.
Was Analysten wirklich beobachten
Nicht der Gesamtumsatz steht im Mittelpunkt — der wird mit rund 9,56 Milliarden Euro erwartet. Die entscheidende Kennzahl ist der „Current Cloud Backlog“. Er zeigt, wie viel vertraglich gesicherter Cloud-Umsatz noch vor SAP liegt, und gilt als direktes Barometer dafür, ob Unternehmen ihre KI-getriebenen ERP-Investitionen tatsächlich durchziehen oder auf Eis legen.
Genau das ist der Kern des Konflikts: Seit Monaten kursiert die Sorge, dass generative KI das klassische ERP-Modell destabilisieren könnte. CEO Christian Klein räumte ein, dass die KI-Transformation ähnlich fordernd sein dürfte wie der frühere Wechsel in die Cloud. Für das Gesamtjahr 2026 peilt SAP ein währungsbereinigtes Cloud-Wachstum von 23 bis 25 Prozent an — am 23. April zeigt sich, ob dieser Korridor noch steht.
Kurserholung auf wackligem Grund
Die Aktie hat sich vom 52-Wochen-Tief bei 139,12 Euro vom 10. April etwas erholt und notiert aktuell bei rund 149 Euro. Auf Jahressicht steht dennoch ein Minus von fast 35 Prozent. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt mit über 205 Euro weit entfernt — strukturell ist die Aktie tief im Korrekturterrain.
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Das historisch niedrige KGV von rund 16,6 für 2027 lockt indes Schnäppchenjäger. Wer kauft, wettet darauf, dass die Wachstumsstory intakt bleibt und der Markt die KI-Risiken überbewertet hat.
Rückkäufe und Dividende als Puffer
SAP stützt den Kurs mit einem Aktienrückkaufprogramm von bis zu zehn Milliarden Euro — rund 2,6 Milliarden Euro wurden bis Mitte April bereits eingesetzt. Hinzu kommt eine vorgeschlagene Dividende von 2,50 Euro je Aktie für 2025, über die die virtuelle Hauptversammlung am 5. Mai abstimmt.
Die Q1-Ergebnisse erscheinen am 23. April um 22:05 Uhr MESZ, die Analysten-Telefonkonferenz folgt um 23:00 Uhr. Besonderes Gewicht bekommt dabei die Cloud-ERP-Suite-Wachstumsrate: Zuletzt lag sie bei 28 Prozent — ein Wert, den SAP bestätigen muss, will es das Vertrauen der Märkte zurückgewinnen.
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