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SAP Aktie: Comeback nach Tief

SAP übertrifft mit Cloud-Wachstum und Gewinnplus die Erwartungen, doch das Management warnt vor einer Abschwächung im zweiten Quartal.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Cloud-Erlöse steigen um 19 Prozent
  • Operatives Ergebnis legt um 17 Prozent zu
  • Aktie erholt sich vorbörslich um 7,4 Prozent
  • Jahresziele bleiben trotz Sondereffekten bestehen

Der Kursrutsch der vergangenen Wochen schien die SAP-Aktie tief in die Defensive gedrängt zu haben — mit einem Minus von rund einem Drittel war sie der schwächste DAX-Wert im bisherigen Jahresverlauf 2026. Gestern Abend lieferten die Walldorfer dann Zahlen, die zumindest eine Atempause einläuten.

Zahlen besser als gefürchtet

Im ersten Quartal wuchs der Gesamtumsatz im Jahresvergleich um sechs Prozent auf knapp 9,6 Milliarden Euro. Den stärksten Schub lieferte das Cloud-Geschäft: Die Erlöse dort legten um 19 Prozent zu, der sogenannte Current Cloud Backlog — also der aus bestehenden Cloud-Verträgen für die nächsten zwölf Monate erwartete Umsatz — kletterte um 20 Prozent auf 21,9 Milliarden Euro und übertraf damit die Analystenerwartungen von rund 24 Prozent Wachstum in konstanten Währungen sogar noch. Das bereinigte operative Ergebnis zog um 17 Prozent auf fast 2,9 Milliarden Euro an, unter dem Strich stand ein Gewinnplus von acht Prozent auf 1,9 Milliarden Euro.

An den Märkten kam das gut an. Vorbörslich legte die Aktie auf Tradegate rund 7,4 Prozent zu — eine deutliche Erholung, nachdem der Titel am Vortag noch auf ein Jahrestief zugesteuert war.

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Wolken am Horizont bleiben

Der Schwung dürfte sich nicht nahtlos ins zweite Quartal übertragen. Das Management geht ausdrücklich von einer Abschwächung beim Cloud-Wachstum aus. Hinzu kommt: Das starke erste Quartal profitierte auch von einem Sondereffekt — gesunkenen Kosten für anteilsbasierte Vergütungen. Und im Nahost-Konflikt, der laut Vorstand „möglicherweise erhebliche negative Folgen“ haben könnte, zeichnet sich keine schnelle Entspannung ab.

Für das Gesamtjahr 2026 bekräftigte SAP ein währungsbereinigtes Cloud-Wachstum von 23 bis 25 Prozent sowie ein Betriebsergebnisplus von 14 bis 18 Prozent. Die zuvor angekündigte Beschleunigung beim Gesamtumsatz verschiebt sich allerdings auf 2027. Jefferies hält trotzdem an seiner Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 230 Euro fest und wertet das Quartal als deutlich besser als erwartet — weist aber darauf hin, dass die nahezu unveränderten Jahresziele manchen Investor nachdenklich stimmen dürften.

Ebenfalls belastend: Rund 400 Millionen Euro flossen im Quartal in die Beilegung eines alten Rechtsstreits mit Teradata — ein Einmalposten, der den Barmittelfluss spürbar drückte. Mitte Mai soll ein Analystenmeeting Klarheit über die KI-Monetarisierungsstrategie schaffen. Das dürfte der nächste echte Prüfstein für die Erholung werden.

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