Bank of America hat ihre Kaufempfehlung für SAP am Freitag bekräftigt — und das ausgerechnet nach einer Woche, in der die Aktie auf ein neues 52-Wochen-Tief von 142,34 Euro gefallen ist. Auslöser für das positive Signal: die angekündigte Übernahme des US-Spezialisten Reltio.
Datenqualität als KI-Fundament
SAP gab am 27. März die Absicht bekannt, Reltio Inc. zu akquirieren, einen Anbieter von Master Data Management. Das Ziel ist klar: Unternehmensdaten — ob aus SAP-Systemen oder fremden Quellen — so aufzubereiten, dass KI-Anwendungen zuverlässig darauf aufbauen können. Ohne saubere, konsistente Datenbasis scheitern viele KI-Projekte in der Praxis. SAP adressiert mit diesem Zukauf genau diesen Engpass.
Bank of America wertet den Schritt als konsequente Fortsetzung der Plattformstrategie. Während der Markt zuletzt skeptisch diskutierte, ob klassische Unternehmens-Software im KI-Zeitalter noch relevant bleibt, setzt SAP darauf, als zentrale Dateninfrastruktur unverzichtbar zu werden.
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Souveräne Cloud für Frankreich
Parallel dazu vermeldete SAP den Start einer souveränen Cloud-Lösung für den französischen Markt, entwickelt gemeinsam mit Partner Bleu. Das Angebot richtet sich an Organisationen mit besonders strengen Datenschutzanforderungen — öffentliche Institutionen und stark regulierte Branchen. Nach der EU AI Cloud ist dies ein weiterer Schritt, europäische Regulatorik als Differenzierungsmerkmal zu nutzen.
Fundamentale Stützen in schwachem Marktumfeld
Trotz der strategischen Fortschritte steht die Aktie erheblich unter Druck. Seit Jahresbeginn hat der Titel knapp 30 Prozent verloren und notiert weit unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts von 212,43 Euro. Konjunktursorgen, geopolitische Spannungen und Bewertungsfragen belasten den Kurs.
Fundamental hält das Unternehmen dagegen: Die Dividende für 2025 wurde auf 2,50 Euro je Aktie angehoben, der Cloud-Backlog erreichte Ende 2025 Rekordwerte, und wiederkehrende Umsätze machen inzwischen über 80 Prozent der Erlöse aus. Ob das ausreicht, um die Kursschwäche zu stoppen, hängt wesentlich davon ab, wie schnell der Markt die KI-Strategie als Wachstumstreiber einpreist — und nicht länger als Risiko bewertet.
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